Ausflugstipp ab Aachen

Diese Perle an der Nete ist perfekt für Grachten-Fans


Aktualisiert am 21.03.2026 – 23:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Altstadt von Lier: Besonders malerisch sind die schmalen Gassen des Beginenhofs. (Quelle: Pecold via imago-images.de)

Das belgische Lier überzeugt mit einem Unesco-Welterbe und einer berühmten Uhrensammlung. Die Kleinstadt an der Nete ist ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Wer die Stadt Antwerpen liebt, aber große Menschenmassen meiden will, dem sei ein Ausflug nach Lier ans Herz gelegt. Die kleine Stadt liegt in der Provinz Antwerpen an der Nete. Besonders reizvoll ist die Lage der Altstadt: Der Fluss umfließt sie in einer Schleife. Innerhalb dieses Bogens, zwischen Nete und Grote Markt finden Besucher alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, können also alles fußläufig erreichen.

Der Grote Markt bildet das Herz von Lier. Hier steht das Rathaus im flämischen Rokokostil. Auch ein Blick hinein lohnt sich: Zu sehen sind die Halle mit der eichenen Wendeltreppe und der repräsentative Ratssaal mit bemaltem Deckengewölbe.

Direkt neben dem Rathaus steht der eindrucksvolle gotische Belfried aus dem Jahr 1369. In dem Glockenturm, entworfen von Hendrik Mijs, wurden im Mittelalter die Urkunden der Stadt aufbewahrt. Auch das Waffenarsenal befand sich hier. Und in Notfällen wurde die Alarmglocke geläutet. Bis heute ist der Turm deshalb ein Symbol für die städtische Freiheit und Unabhängigkeit. Seit 1971 hat der Belfriedturm ein kleines automatisches Glockenspiel mit 23 Glocken, das alle 15 Minuten eine Melodie spielt.

Nur wenige Meter vom Belfried entfernt, steht die spätgotische St.-Gummarus-Kirche, ein bedeutendes Sakralbauwerk der Brabantischen Gotik mit einem reich gestalteten Innenraum.

Weitere historische Gebäude wie das Vleeshuis, das ehemalige Zunfthaus der Metzger von 1418 mit einer neogotischen Fassade aus dem Jahr 1920, zeugen von Liers Geschichte als lebendiges Handwerks- und Handelszentrum.

Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist der Zimmerturm, ein ehemaliger Stadtmauerturm aus dem 13. Jahrhundert, der 1930 zu Ehren des Uhrmachers Louis Zimmer umgebaut wurde.

Außen zeigt eine monumentale Jubiläumsuhr die Zeit, innen sind Zimmers astronomische Uhren zu sehen, die Sonnensystembewegungen, Achsneigungen und Zeitrechnungen veranschaulichen. Im Pavillon aus dem Jahr 1960 ist die „Wonderklok“ untergebracht, eine komplexe Uhr, die Zeit, astronomische Zyklen und Kalenderphänomene darstellt. Eine begleitende Ausstellung erläutert das Thema Zeit und Raum und zeigt den Urknall in Projektionen.

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