Marktkapitalisierung
Das sind die wertvollsten Firmen der Welt
Aktualisiert am 24.09.2026 – 10:45 UhrLesedauer: 3 Min.
Um Unternehmen miteinander zu vergleichen, sollte man auch die sogenannte Marktkapitalisierung betrachten. Was hinter dieser Kennzahl steckt.
Wenn Sie sich für den Kauf von Aktien interessieren, werden Sie früher oder später auch auf die Begriffe der Marktkapitalisierung, Börsenwert oder auch Market Cap stoßen.
Zunächst einmal vorneweg: Diese Begriffe meinen alle dasselbe, nämlich wie wertvoll ein Unternehmen eigentlich ist, dessen Aktien man an der Börse kaufen kann.
Wie kann ich denn die Marktkapitalisierung berechnen? Und was sind die wertvollsten Unternehmen der Welt – und in Deutschland?
Marktkapitalisierung: Was ist das genau?
Die Marktkapitalisierung (auch englisch Market Cap genannt) gibt an, wie wertvoll ein börsennotiertes Unternehmen, also eine Aktiengesellschaft, zurzeit ist. Deshalb nennt man die Marktkapitalisierung auch Börsenwert.
Oder anders ausgedrückt bedeutet die Marktkapitalisierung den aktuellen Marktwert. Das ist der Betrag, den jemand jetzt zahlen müsste, um das gesamte Unternehmen zu übernehmen.
Wozu benötige ich die Marktkapitalisierung?
Die Marktkapitalisierung wird wichtig, wenn Sie in Aktien eines Unternehmens investieren möchten. Denn die Marktkapitalisierung kann aussagen, wie krisenfest ein Unternehmen ist.
Eine höhere Marktkapitalisierung ist hier in der Regel besser, denn sie zeigt: Das Unternehmen ist bei Investoren beliebt. Steigt die Nachfrage nach der Aktie, steigt der Aktienkurs und dann steigt auch der Börsenwert.
Gut zu wissen
Unternehmen mit einem Börsenwert von bis zu 500 Millionen Euro zählen in der Regel zu den sogenannten Small Caps. Aktiengesellschaften mit einem Börsenwert zwischen 500 Millionen Euro und zwei Milliarden Euro gelten als Middle Caps. Und Firmen mit einem Börsenwert jenseits der zwei Milliarden Euro werden als Large Caps bezeichnet.
Aber Vorsicht: Sie sollten sich niemals nur auf die Marktkapitalisierung als alleinige Kennzahl verlassen. Denn es kann sein, dass ein Unternehmen stark überbewertet ist – und es eigentlich nicht so viel wert ist, wie es die Marktkapitalisierung vorgibt.
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Eine andere wichtige Kennziffer beim Bewerten einer Aktie ist etwa das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Es gibt an, wie hoch oder niedrig der Markt die Aktie eines Unternehmens im Vergleich zum Jahresgewinn der Firma bewertet. Ist das KGV relativ hoch, kann dies auf einen (zu) hohen Preis der Aktie hindeuten. Grundsätzlich ist es also besser, wenn eine Aktie ein niedriges KGV aufweist.
Auch hier gilt Vorsicht: Unternehmen können hierbei tricksen. So sollten Sie darauf achten, dass beim KGV Steuern und Zinsen bereits vom Gewinn abgezogen wurden.
Börsenwert entscheidet über Aufnahme in den Dax
Die Marktkapitalisierung wird auch wichtig, wenn es um die Aufnahme eines Unternehmens in den Deutschen Aktienindex, kurz Dax, geht. Ab 2021 ist der Börsenwert das einzige Kriterium für die Aufnahme in den Leitindex. Bislang spielte noch der Börsenumsatz eine Rolle, also wie viele Aktien des Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum gehandelt wurden.
