Nürnberger Frühlingsfest

Schaustellerkultur wird Kulturerbe – warum das mehr als ein Titel ist


05.04.2026 – 20:56 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Schaustellerbetrieb auf dem Nürnberger Volksfestplatz: Deren Bedeutung hat nun auch die Unesco erkannt. (Quelle: IMAGO/B. Lindenthaler/imago)

Die Schaustellerkultur zählt nun offiziell zum immateriellen Kulturerbe. Nürnbergs Volksfest-Chef Lorenz Kalb ordnet ein, was die Ehrung der Branche bringt.

Die Aufnahme der Schaustellerkultur ins bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist für Nürnbergs Volksfest-Chef Lorenz Kalb „eine große Anerkennung für unsere Branche“. Das erklärte er am Donnerstag beim Presserundgang über das Nürnberger Frühlingsfest, das bis zum 26. April wieder auf dem Volksfestplatz stattfindet.

Volksfeste seien „kein beliebiges Freizeitangebot, sondern über Generationen gewachsenes Kulturgut“, sagte Kalb. Die Entscheidung zeige, welche Bedeutung Volksfeste für das gesellschaftliche Leben haben. Er verwies darauf, dass das älteste Volksfest in Deutschland rund 1.200 Jahre alt ist.

Die Deutsche Unesco-Kommission würdigt mit der Aufnahme eine lange gewachsene Tradition, die bis heute von Tausenden Schaustellerfamilien getragen wird. Für die Branche sei die Anerkennung laut dem Deutschen Schaustellerbund auch ein Signal: Volksfeste sollten nicht nur als Veranstaltungen gesehen werden, sondern als Teil einer lebendigen Kultur.

Fünf weitere Traditionen sind im März neu in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden – darunter das Kicken auf dem Bolzplatz und das handwerkliche Anfertigen von Maßanzügen. Damit umfasst die Liste nun insgesamt 173 Einträge.

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