Gebrauchtwagen-Check

Beim Seat Ibiza gibt es eine auffällige Schwachstelle

01.05.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Spanisches Temperament: Seit über 40 Jahren hat Seat den Ibiza im Programm. (Quelle: Seat/dpa-tmn/dpa-bilder)

Man kann VW Polo fahren oder Skoda Fabia. Oder den eng verwandten, spritzigeren Seat Ibiza. Interessenten sollten aber nüchtern hinschauen.

Eine feste Größe ist der Kleinwagen beim Hersteller – schließlich wird er seit 1984 gebaut: „Für Seat ist der Ibiza enorm wichtig, da er eines der meistverkauften Modelle in Spanien ist“, schreibt der ADAC.

Umso verwunderlicher ist, dass er bislang kaum mit der Zeit geht, zumindest antriebsseitig. Eine Elektrifizierung hat noch nicht stattgefunden, und das sparsame Erdgasmodell wurde wieder eingestellt. Kürzlich gab es für ihn ein erneutes Facelift. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) gibt es Licht und Schatten.

Seinem sportlichen Anspruch machen neben den schnittigen Falten im Blech auch das straffe Fahrwerk und die präzise Lenkung alle Ehre. Auch gut: Die Achsaufhängungen machen bei der HU kaum Probleme. Laut „Auto Bild TÜV-Report 2026“ gilt das auch für die Federn und Dämpfer, die Blinker sowie die Bremsleitungen und -schläuche.

Was die Bilanz arg trübt, sind die Lenkgelenke, die bei der dritten HU im Alter von sieben Jahren eine gegenüber dem Durchschnitt um das 24-fache erhöhte Beanstandungsquote einfahren. Der TÜV-Report nennt als Grund dafür anfällige Schraubmanschetten. Weitere Kritikpunkte sind oft verstelltes Abblendlicht, auch die Funktion der Fußbremse wird überdurchschnittlich oft beanstandet. Die Bremsscheiben weisen ab der zweiten HU häufig erhöhten Verschleiß auf. Und es gab durchaus Rückrufe. Sie betrafen Handbremse, Klimaanlage und Airbags.

Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik belegen Modelle gute bis sehr gute Plätze, der Club schreibt von „hoher bis sehr hoher Zuverlässigkeit“. Pannenschwerpunkte sind demnach kein Thema: Es gebe „keine auffälligen Bauteile“, so der ADAC. Bei Modellen der Vorgängergeneration zählte die Starterbatterie zu den Sorgenkindern in der ADAC-Pannenstatistik.

Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele:

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