Toter Buckelwal

Aufgeblähter Timmy wird vor Publikum zerlegt

Aktualisiert am 04.06.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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Video zeigt: Wal Timmy vor der Obduktion (Quelle: dpa)

Vor rund drei Wochen wurde der tote Buckelwal vor der Insel Anholt angespült. Nun wird er obduziert und anschließend möglicherweise weiterverarbeitet.

Für den als Timmy bekannten Buckelwal steht der letzte Akt an: Am Strand der Insel Anholt soll der Kadaver des Wals am Donnerstagnachmittag vor den Augen von Schaulustigen obduziert werden. Interessierte können dabei zusehen – mit Sicherheitsabstand. Öffentliche Obduktionen an Tieren sind in Dänemark nicht ganz ungewöhnlich, trotzdem dürfte dieser Fall besonders sein. Seit mehreren Wochen liegt der Kadaver des tonnenschweren Tiers vor der Urlaubsinsel, stark aufgebläht von Fäulnisgasen und von Möwen traktiert. Und nicht nur das Team aus Tierärzten und Forschern, das den Wal untersuchen soll, treibt die Frage um: Woran starb das Tier?

Seit der Buckelwal ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet war, beschäftigt sein Schicksal viele Menschen in Deutschland. Eine private Initiative hatte das Tier gegen den Rat von Fachleuten mit einem Schiff in einer Metallkiste Richtung Nordsee transportiert und ausgesetzt. Einige Zeit nach der kritisierten Aktion war der Wal tot auf Anholt angespült worden. Ein Bergungsteam hatte das Tier am Wochenende auf den Strand gezogen. Die Obduktion soll jetzt auch mit abschließender Sicherheit klären, ob der Wal mit dem Jungennamen wie vermutet ein Weibchen ist.

Wal Timmy in der Barge: Ein Aktivist gesteht nun ein, dass sie zu klein für den Buckelwal war. Die Aktivisten hatten ihn falsch vermessen. (Quelle: Philip Dulian/dpa)

Wichtiger noch ist aber die Frage nach der Todesursache. Und die könnte schwierig zu klären sein, sagte der dänische Walforscher Peter Teglberg Madsen der Deutschen Presse-Agentur: „Es könnte schon zu spät sein, um etwa innere Blutungen zu entdecken.“ Auch die Frage, ob der Wal Wasser in der Lunge gehabt haben könnte, lasse sich womöglich nicht mehr beantworten, meint der Experte.

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Was das Obduktionsteam aber entdecken könnte: Spuren von Fischernetzen im Magen und Darm des Buckelwals. Sie könnten zum Tod des Tiers beigetragen haben. Klar ist: Die Experten werden den Buckelwal gründlich untersuchen. Die Obduktion soll etwa sechs Stunden dauern.

Was passiert mit den Überresten von Buckelwalen in Dänemark?

Wenn die Untersuchung beendet ist, soll der Kadaver laut einem Vertreter des dänischen Amts für Naturverwaltung von der Insel gebracht werden. Einheimische wünschen sich sehr, dass der Wal verschwindet. Sie fürchten, er könnte Badegäste an dem beliebten Strand abschrecken.

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