Kette richtig reinigen und schmieren

Wenn Ihr Fahrrad so klingt, sollten Sie handeln


15.03.2026 – 10:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Einfach und schnell: Ein ausgedientes Handtuch hilft bei der Pflege der Fahrradkette (Quelle: Gunnar Fehlau/dpa)

Eine schlecht gepflegte Fahrradkette erhöht den Verschleiß und kostet Kraft beim Fahren. Wie oft man sie reinigen sollte – und was bei E-Bikes besonders wichtig ist.

Die Tage werden länger, es wird wärmer und viele holen ihr Fahrrad wieder aus Keller oder Garage. Auf Radwegen und Straßen sind wieder deutlich mehr Räder unterwegs. Und immer wieder hört man sie: Fahrräder, die quietschend und kratzend vorbeifahren.

Häufig steckt ein einfaches Problem dahinter. Eine verschmutzte oder ungeschmierte Fahrradkette kann schnell für Geräusche sorgen – und zugleich den Verschleiß des gesamten Antriebs erhöhen. Mit etwas Pflege lässt sich das meist vermeiden.

Die Fahrradkette gehört zu den am stärksten belasteten Bauteilen eines Fahrrads. Sie überträgt die Kraft der Pedale auf das Hinterrad – und ist dabei Schmutz, Staub und Nässe ausgesetzt.

Lagern sich Partikel auf der Kette ab, erhöht sich die Reibung. Das Rad fährt sich schwerer, und auch die Schaltvorgänge können unpräziser werden. Gleichzeitig steigt der Verschleiß: Nicht nur die Kette selbst, sondern auch Kettenblätter und Ritzel nutzen sich schneller ab. Deshalb gehören zur Pflege eine regelmäßige Reinigung und die passende Schmierung.

Bevor neues Öl aufgetragen wird, sollte die Kette möglichst sauber sein. Zunächst lässt sich grober Schmutz mit einer Bürste entfernen. Danach kann man die Kette mit einem Lappen umfassen und sie durch Drehen der Pedale hindurchlaufen lassen. So lassen sich Staub und Ablagerungen relativ einfach abstreifen.

Bei stärkerer Verschmutzung helfen spezielle Kettenreiniger oder Reinigungsgeräte, durch die die Kette gezogen wird. Wer dabei einen Entfetter verwendet, muss anschließend unbedingt wieder schmieren – sonst läuft die Kette trocken.

Nach der Reinigung folgt das Schmieren. Dabei reicht meist eine kleine Menge Öl. Am besten wird es tropfenweise auf die Innenlaschen der Kette aufgetragen, während man die Kurbel langsam dreht.

Anschließend sollte man die Kurbel einige Male durchdrehen, damit sich das Öl verteilt. Überschüssiges Öl wird mit einem Lappen abgewischt. Bleibt zu viel Schmiermittel auf der Kette, zieht es Schmutz an – und kann außerdem für Flecken an Hosenbeinen sorgen.

Nähmaschinenöl eignet sich nicht, da es viel zu dünnflüssig ist. Das gilt auch für Kriechöle aus der Sprühflasche. Diese sollte man nur im Notfall nutzen und bald darauf ein richtiges Öl nachlegen.

Wie häufig eine Kette gereinigt und geschmiert werden muss, hängt stark davon ab, wie und wo das Fahrrad genutzt wird. Wer viel bei Regen oder im Winter fährt, muss oft häufiger nachölen. Bei gelegentlicher Nutzung kann eine Pflege etwa einmal im Monat ausreichen. Und meist reicht es, die Kette durch einen angefeuchteten Lappen zu ziehen und anschließend zu ölen.

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