
Seit Januar 2026
Das hat die Senkung der Gastro-Steuer bisher gebracht
18.02.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Zu Jahresbeginn wurde die Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Dafür gab es teils harsche Kritik. Hat die Steuersenkung aber auch etwas gebracht?
Begründet hat die schwarz-rote Koalition dies damit, dass die Gastronomie durch höhere Energiepreise und Lohnkosten belastet sei und die Preise für ihre Waren immer weiter erhöhen müsse. Der Restaurantbesuch solle aber auch bei kleineren Einkommen möglich sein.
Die Unternehmensberatung Barkow Consulting hat nun berechnet, ob das auch flächendeckend geklappt hat. Die Antwort lautet: Von Entlastung kann kaum die Rede sein, eher wurden im Januar die Preise nochmals erhöht. „In allen Kategorien kam es im Januar gegenüber dem Vormonat zu Preiserhöhungen von gewichtet durchschnittlich 0,27 Prozent.“
Untersucht wurden die Kategorien: Vorspeise, Hauptgericht, Nachspeise, Getränke und Fast Food. Am stärksten stiegen demnach die Preise für Nachspeisen, am geringsten für Vorspeisen. Hauptgerichte wurden 0,22 Prozent und Getränke 0,32 Prozent teurer. Auch bei Fast Food zeichneten sich Preiserhöhungen von 0,36 Prozent ab – McDonald’s war also eher die Ausnahme.
Trotzdem hat die Steuersenkung eine Wirkung gehabt, schreibt Barkow Consulting. Denn normalerweise steigen die Preise im Januar in der Gastronomie immer recht stark. 2026 fielen die Preiserhöhungen aber wohl weniger stark aus als in vergangenen Jahren. „Im Januar 2026 blieben die Preisanstiege in allen analysierten Kategorien deutlich unter ihren langfristigen Durchschnittswerten, mit Ausnahme der Nachspeisen.“
Die Steuersenkung hat also nicht, wie angekündigt, zu Preissenkungen geführt. Sie hat aber den Preisanstieg etwas abgedämpft.