Fiat Multiplay auf dem Pariser Autosalon
Das hässlichste Auto der Welt kehrt zurück
13.10.2026 – 11:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Fiat belebt einen automobilen Außenseiter neu. Der Multiplay vereint Van, SUV und Pick-up – und knüpft an ein streitbares Vorbild an.
Vans gelten seit Jahren als Auslaufmodell und wurden vom anhaltenden SUV-Boom verdrängt. Auf dem Pariser Autosalon präsentiert Fiat nun ein Konzeptfahrzeug, das gleich drei Fahrzeugtypen in einem vereint.
Der 4,45 Meter lange Multiplay kombiniert die Geräumigkeit eines Vans, den robusten Charakter eines SUVs und die Nutzbarkeit eines Pick-ups. Zunächst dient er als Ideenlabor für zukünftige Modellgenerationen. Und wie der Name bereits verrät, blickt die eigenwillige Studie auf eine traditionsreiche Geschichte zurück.
Zwei Vorgänger als Namensgeber
Der Name „Multiplay“ schlägt bewusst die Brücke zu zwei historischen Meilensteinen der Marke, die für ihre maximale Raumausnutzung auf minimaler Fläche bekannt wurden. Bereits 1956 transportierte eine Variante des Fiat 600 namens Multipla auf einer Länge von rund 3,5 Metern bis zu sechs Personen.
Im Jahr 1998 folgte die erste eigenständige Generation des Multipla. Auf einer Länge von knapp unter vier Metern bot der Wagen Platz für sechs Personen in zwei Dreierreihen. Dieses Modell polarisierte stark durch seine ungewöhnliche Optik und gilt bis heute als hässlichstes Auto der Welt. Die neue Studie greift diese unkonventionelle Designphilosophie nun wieder auf.
Das verschiebbare Heckmodul
Funktionales Herzstück des Konzeptautos ist eine spezielle C-Säulen-Konstruktion namens „Metamorfosi“. Ein in Längsrichtung auf Schienen verschiebbares Heckmodul macht das Fahrzeug wandelbar. In der geschlossenen Standardkonfiguration bietet der Wagen eine 6+1-Sitzanordnung, bei der sich die dritte Sitzreihe im Fahrzeugheck befindet. Wird das Modul nach vorn geschoben, entsteht anstelle der dritten Sitzreihe eine offene Ladefläche für Fahrräder oder sperrige Sportausrüstung.
Für die weichen Polsterkomponenten im Innenraum verwendet Fiat ein im 3D-Strickverfahren hergestelltes, recycelbares Material. Ein großes Display ist nahtlos in das Armaturenbrett integriert und wird bei ausgeschaltetem Motor unsichtbar. Die Steuerung erfolgt hauptsächlich über Sprachbedienung.
Angaben zu Antrieb, Leistung oder Reichweite gibt es nicht. Der einfache Grund: Messeautos wie der Multiplay werden oft nur mit minimaler Hilfselektronik oder einem kleinen Elektromotor im Schritttempo bewegt, um sich auf dem Messestand zu positionieren. Ein echter Alltagsmotor für die Straße ist nicht verbaut.
