Das bedeuten die jüngsten Transfers für den Verein

1. FC Köln

Transfers mit Manchester und Bayern: Der neue Weg des FC


03.02.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Thomas Kessler, Geschäftsführer Sport bei 1. FC Köln (Archivbild): Unter ihm baut der FC seinen Kader um. (Quelle: IMAGO/Gladys Chai von der Laage/imago)

Der 1. FC Köln hat mit Felipe Chávez ein Top-Talent des FC Bayern München ausgeliehen. Was der Transfer für die Geißböcke bedeutet.

Mit dem Transfer von Felipe Chávez hat der 1. FC Köln die Kaderplanung für die laufende Bundesliga-Saison abgeschlossen. Nach dem 20-jährigen Jahmai Simpson-Pusey von Manchester City entschieden sich die Geißböcke mit dem 18-jährigen Mittelfeldspieler vom FC Bayern München erneut für ein unerfahrenes, aber begehrtes Talent eines internationalen Top-Clubs.

Ein Blick auf den Kölner Kader zeigt, dass die beiden Personalentscheidungen im Januar schon ein Vorgriff auf die nächste Saison waren. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler will die Mannschaft weiter umbauen und setzt dabei auf neue Märkte und auch auf eine neue Strahlkraft der Geißböcke in Europa. Was die Transfers bedeuten.

Der FC baut den Kader unter Kessler bereits seit dem vergangenen Sommer um. Das Ziel: jüngere Spieler, die eine hohe Intensität halten können, aber auch spielerische Qualitäten mitbringen. Körperlich und läuferisch konnte der FC mit den Transfers im Sommer 2025 deutliche Verbesserungen erzielen. Fußballerisch blieb der Kader gerade in der Zentrale – defensiv wie offensiv – noch hinter den Erwartungen zurück.

Simpson-Pusey in der Innenverteidigung und Chávez im zentralen Mittelfeld bringen spielerische Elemente mit, die kaum ein anderer Spieler im Kader hat. Sollten sie sich beim FC etablieren, wollen die Geißböcke die Kaufoptionen für beide Spieler im Sommer ziehen, um das Duo langfristig zu binden.

Mit den Transfers greift der FC zudem schon den Planungen für den Sommer 2026 vor, wenn zahlreiche Spieler den Verein verlassen werden. Allein die Verträge dreier Innenverteidiger (Heintz, Hübers, Kilian) laufen aus. Dazu kommen auslaufende Verträge von Eric Martel und Florian Kainz im Mittelfeld.

Ansonsten ist insbesondere die Chávez-Verpflichtung ein Signal an andere Spieler wie Denis Huseinbasic und Luca Waldschmidt, von denen sich der FC in den letzten Monaten deutlich mehr erwartet hatte. Nehmen diese Profis in den kommenden Wochen keine positive Entwicklung, sollen sie den Club im Sommer verlassen.

Mit den Verpflichtungen zweier Talente von Manchester City und Bayern München hat der FC auch international ein Zeichen gesetzt. Die Geißböcke sind wieder eine attraktive Adresse für Top-Talente, die wichtige Schritte in ihrer Entwicklung nehmen und ein Sprungbrett für ihre Karriere suchen wollen. Beim FC tummeln sich seit dieser Saison zahlreiche Talente, die genau danach streben.

Eric Martel als ehemaliger Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft, Rav van den Berg als amtierender Kapitän der niederländischen U21, Said El Mala als Shootingstar der deutschen U21 mit WM-Chancen, dazu nun Simpson-Pusey und Chávez: Der 1. FC Köln ist wieder eine Marke, auch weil der eigene Nachwuchs Titel gewinnt, zahlreiche Talente bei den Profis debütieren konnten und Eigengewächse wie Florian Wirtz und Jonas Urbig international Furore auslösen.

Die Verpflichtungen von Simpson-Pusey und Chávez sind keine Garantie für sportlichen Erfolg. Der 1. FC Köln hat mit ihnen aber ein Signal gesetzt, dass die Geißböcke von ihrem alten Weg abweichen. Dieser beschränkte sich auf wenige Märkte, war für Top-Talente kaum interessant und führte spielerisch und finanziell in die 2. Liga. Nun wagt sich der FC auf einen anderen Pfad. Sollte am Ende der Saison der Klassenerhalt und der Durchbruch für die Top-Talente stehen, hätte der FC auf mehreren Ebenen einen großen Erfolg erzielt.

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