Erleichterung für Urlauber

Airbnb ändert Regeln – Geschirrspülen fällt weg


Aktualisiert am 29.10.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Frau spült das Geschirr: Bei Airbnb dürfen Vermieter den Abwasch am Abreisetag nicht mehr von Gästen verlangen.

Frau spült Geschirr: Bei Airbnb dürfen Vermieter den Abwasch am Abreisetag nicht mehr von Gästen verlangen.

Für viele Airbnb-Urlauber hat bislang der letzte Tag nicht mit dem Kofferpacken, sondern mit dem Abwasch begonnen. Damit ist nun Schluss.

Der Koffer steht gepackt im Flur, der Zug fährt in zwei Stunden, und in der Spüle stapelt sich das Frühstücksgeschirr. Dazu: Betten abziehen, den Müll zum Container an der Straßenecke bringen, Teller abtrocknen und einsortieren. Am Abreisetag ist das für viele Urlauber eine Stunde zu viel, besonders dann, wenn eine Reinigungsgebühr im Mietpreis enthalten ist. Künftig dürfen Airbnb-Gastgeber sie nicht mehr verlangen.

Neue Haushaltsregeln auf Airbnb

Die Plattform, die Reisende mit mehr als fünf Millionen Gastgebern weltweit zusammenbringt, hat ihre Hausregeln im Oktober neu geordnet. Hausarbeiten, die laut Airbnb „erheblichen Aufwand oder Zeit“ erfordern und normalerweise von einer Reinigungskraft erledigt würden, sind tabu. Dazu gehören das Abziehen der Betten, Geschirrspülen und das Hinausbringen des Mülls. Gastgeber wählen jetzt aus sieben Standardregeln, was sie von ihren Gästen verlangen. Diese betreffen:

  • maximale Belegung
  • Ruhezeiten
  • Haustiere
  • Rauchen
  • Veranstaltungen
  • gewerbliche Fotoaufnahmen
  • Abschließen beim Check-out

Die Regeln erscheinen laut Airbnb prominent im Inserat und in den Reservierungserinnerungen und gelten für alle Buchungen ab dem 20. November.

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„Belastend und schwer zu handhaben“

Was hat Airbnb dazu bewogen, die Regeln anzupassen? „Hausregeln helfen Gästen zu verstehen, was Gastgeber erwarten. Wir haben jedoch aus unserer Community erfahren, dass sie oft verwirrend, belastend und schwer zu handhaben sein können“, sagte ein Airbnb-Sprecher t-online. „Deshalb haben wir sie überarbeitet. Sie sind nun leichter zu finden und klarer gestaltet. Zudem gibt es eine neue Richtlinie, die sicherstellt, dass Anforderungen angemessen bleiben und es keine bösen Überraschungen gibt.“

Eigene Bitten der Vermieter bleiben erlaubt, müssen aber zumutbar sein. Solche Bitten könnten sein, benutztes Geschirr in die Spüle zu stellen oder kürzere Duschzeiten einzuhalten, weil in der Region Dürre und Wasserbeschränkungen herrschen.

Untersagt ist ab jetzt auch, dass Vermieter Bußgelder verhängen dürfen. Bei Schäden sollen beide Seiten gemeinsam eine Lösung finden, heißt es von Airbnb. Die Regeln müssen dazu zur Buchung offen liegen, Nachträge sind ausgeschlossen. Separate Verträge sind nur zulässig, wenn örtliches Gesetz oder die Eigentümergemeinschaft der Unterkunft es verlangen.

Für Gäste wie Ellen aus Minnesota in den USA kommt das zu spät, wie CNN berichtet. Sie erhielt vor einer Abreise eine Aufgabenliste, samt Androhung eines Bußgelds. „Eine Stunde putzen sollte ich“, erzählte sie dem US-Fernsehsender. „Nein danke, das will ich im Urlaub nicht machen.“ Zuletzt gingen außerdem Videos der US-Airbnb-Gastgeber Cassie und Jon viral, die ihre Ferienwohnung nach jeder Abreise inspizieren. Eine verlegte Fernbedienung genügte für deren Vorwurf an den Gast, die Hausregeln missachtet zu haben.

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