Gefährliche Raupen

Darum sollten Hundehalter Eichen meiden

Aktualisiert am 17.04.2026 – 11:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren: Besitzer sollten ihre Vierbeiner von Eichen fernhalten. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind wieder unterwegs. Auch für umherstöbernde Hunde können die Kriechtiere und ihre Nester gefährlich werden.

Da krabbelt was – bei Hunden weckt das die Neugier, daran zu schnuppern. Das sollten sie bei Raupen des Eichenprozessionsspinners aber lieber nicht tun. Hundebesitzerinnen und -besitzer meiden bei Spaziergängen im Frühjahr daher am besten Gebiete mit vielen Eichen und halten ihr Tier von möglicherweise befallenen Bäumen fern. Dazu rät die Tierschutzstiftung Vier Pfoten.

Im letzten Larvenstadium haben die Raupen feine, kurze und hohle Brennhaare, die eine reizende Substanz enthalten. Schon wenn sie sich bedroht oder gestört fühlen, werfen die Raupen diese Haare ab. Kommt ein Hund damit in Kontakt, haken sich die Härchen in Haut oder Schleimhaut fest und sondern ein Nesselgift ab. Das kann beim Hund zu verschiedensten Symptomen bis sogar zum Erstickungstod führen.

Der Hund sollte nicht an den Raupen selbst oder an deren Nestern schnuppern, schlecken oder knabbern, heißt es von der Tierschutzstiftung. Die Nester kleben am Baumstamm von Eichen, sie sind kuppel- oder tropfenförmig, anfangs seidig weiß und später braun. Achten Sie auf Warnschilder und nehmen Sie Ihr Tier in betroffenen Gebieten zu seiner Sicherheit an die kurze Leine. Schauen Sie selbst erst genau hin, wo der Hund herumschnüffeln und toben darf.

Der Naturschutzbund (Nabu) rät, den Hund dort mit Wasser abzuwaschen, wo er in Kontakt gekommen ist. Außerdem sollten Sie aufpassen, ob sich Symptome zeigen. Laut vier Pfoten können die Brennhaare Juckreiz, Hautausschläge, Fieber und Erbrechen auslösen, ebenso Bindehautentzündungen und Atembeschwerden. Bemerken Sie irgendwelche dieser Anzeichen, gehen Sie mit Ihrem Hund sofort zum Tierarzt.

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