Kampf um das Leben von Timmy

Warum die Verfolgung des Wals so schwierig ist


31.03.2026 – 17:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Wal Timmy findet nicht aus dem flachen Wasser der Ostsee hinaus. (Quelle: Daniel Müller)

Tierschützer und Rettungskräfte arbeiten mit allen Mitteln daran, den Wal Timmy zu retten. Doch immer wieder entschwindet er ihnen. Die Verfolgung des Giganten ist schwieriger, als man denkt.

Bislang konnte sich der Meeressäuger mehrfach wieder in tieferes Wasser retten und untertauchen. Rettungskräfte und Tierschützer versuchen in diesen Momenten, den Wal nicht aus den Augen zu verlieren, um ihn von den Küsten fernzuhalten. Mit Drohen wird versucht, die Bewegung des Buckelwals zu verfolgen. Doch immer wieder verliert sich die Spur des Tiers.

Im Video | Aufnahmen zeigen jüngste Wal-Bewegungen

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Quelle: dpa

Die Meeresschutz-Expertin von Greenpeace, Daniela von Schaper, erklärte im Gespräch mit t-online, warum eine lückenlose Verfolgung des Tiers nicht möglich ist: „Der Wal taucht zwar zum Atmen auf, kann aber mehrere Minuten unter Wasser bleiben. Wenn man ihn aus den Augen verliert – besonders über Nacht – kann er bereits eine ordentliche Strecke zurückgelegt haben.“ Und zwar in alle möglichen Richtungen.

Nachts sei eine Begleitung daher kaum möglich. „Man sieht ihn schlichtweg nicht“. Außerdem steige die Gefahr einer Kollision mit dem Tier, wenn sich ein Schiff zu nah an dem Wal bewegt, ohne ihn zu merken.

Ein Transponder konnte an dem Wal, der inzwischen Timmy benannt wurde, nicht angebracht werden. Seine Haut sei zu sehr beschädigt, erklärte Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) im Gespräch mit dem ZDF.

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