Darmkrebs: Mit der Fünferregel das Krankheitsrisiko senken

Unabhängig von den Genen

Mit der „Fünferregel“ das Darmkrebsrisiko deutlich senken


Aktualisiert am 12.02.2026 – 14:27 UhrLesedauer: 3 Min.

Darmkrebs: Wird die Erkrankung früh erkannt, ist sie meist heilbar. (Quelle: Mohammed Haneefa Nizamudeen/getty-images-bilder)

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit. Doch ihm lässt sich vorbeugen. Mit diesen fünf Maßnahmen können Sie Ihr Erkrankungsrisiko minimieren.

Darmkrebs ist in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung. Die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, hängt von genetischen und anderen Faktoren ab. Die meisten davon sind beeinflussbar.

„Unter anderem sind dafür die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verantwortlich“, sagt Michael Hoffmeister vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der zusammen mit anderen Wissenschaftlern eine Studie an 4.000 Darmkrebspatienten und 3.000 gesunden Kontrollpersonen durchführte.

In der im Fachmagazin „Gastroenterology“ veröffentlichten Untersuchung zeigte Hoffmeister auf, dass jeder Mensch sein persönliches Risiko für Darmkrebs spürbar reduzieren kann, indem er möglichst viele gesunde Lebensweisen auf sich vereint. Daraus lässt sich eine „Fünferregel ableiten, die sich aus folgenden Faktoren zusammensetzt:

In den vergangenen Jahren wurden mehr als 50 Genvarianten entdeckt, die das Darmkrebsrisiko leicht erhöhen. Dennoch gilt die Fünferregel unabhängig vom familiären Darmkrebsrisiko. Das heißt: Wer nahe Angehörige wie Eltern oder Geschwister hat, die bereits eine Darmkrebserkrankung hatten, kann trotz eines leicht erhöhten Risikos seine Erkrankungswahrscheinlichkeit mithilfe einer gesunden Lebensweise ebenso senken wie jemand ohne familiäre Vorbelastung.

„Die Empfehlung, auf eine gesunde Lebensweise zu achten, gilt somit für jeden Menschen, unabhängig von seinem genetischen Darmkrebsrisiko“, sagt Hoffmeister. Je mehr der gesunden Lebensstilfaktoren die Studienteilnehmer auf sich vereinten, desto niedriger war die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken.

Bereits die Befolgung einzelner Faktoren der Fünferregel wirkten sich bei der Darmkrebsprävention positiv aus. Dabei scheinen alle fünf Faktoren gleichbedeutend zu sein.

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