Allergie am Steuer

Darf man mit Heuschnupfen überhaupt Auto fahren?


Aktualisiert am 25.03.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 3 Min.

Pollenallergie: Ein Niesreiz auf der Autobahn kann schnell zum Unfall führen. (Quelle: Panthermedia/imago-images-bilder)

Es ist nachgewiesen: Wer Heuschnupfen hat, fährt mitunter wie ein Betrunkener. Ist also mit Allergie das Autofahren erlaubt? Welche Konsequenzen drohen?

Jeder vierte Deutsche hat Heuschnupfen. Husten, Niesen, Atemprobleme oder eine laufende Nase sind seine Begleiter durch die Zeit des Pollenflugs – und damit Symptome, mit denen man nicht in jedem Fall ein Auto steuern sollte. Einer Studie zufolge können sich die Begleiterscheinungen eines Heuschnupfens hinterm Lenkrad genau so auswirken wie mindestens 0,5 Promille. Ist das Fahren dann überhaupt erlaubt?

Generell gilt: „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“ So steht es in Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Wer sich also sicher und umsichtig verhält, darf auch mit Heuschnupfen ein Auto steuern. Es gibt dennoch gute Gründe, sich vorher genau zu überprüfen.

Die Augen tränen, Husten und Niesanfälle rauben die Konzentration: Das lässt sich durch Medikamente vermeiden. Viele von ihnen bringen aber ein anderes Problem mit sich: Müdigkeit. Schuld daran sind einige Wirkstoffe aus der Gruppe der sogenannten Antihistaminika, mit denen die Symptome von Heuschnupfen bekämpft werden. Sie sind derart stark, dass sie selbst in manchem Schlafmittel eingesetzt werden. Am Steuer können sie zur Fahruntüchtigkeit führen. Solche Mittel nimmt man deshalb am besten vor dem Schlafengehen – aber keinesfalls vor einer langen Autofahrt.

Entweder betrunken oder übermüdet – im Sinne von Paragraph 1 der StVO ist das natürlich nicht. Und deshalb kann das Autofahren für Allergiker eben doch zum Problem werden:

Denn schnell findet der Blütenstaub seinen Weg ins Auto – und macht gerade längere Fahrten zum Belastungstest. Und außerdem zum Risiko, denn ein Niesreiz auf der Autobahn beispielsweise kann schnell zum Unfall führen. Aber dagegen lässt sich etwas tun.

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