Obduktion angekündigt

Dänemark will Wal Timmy nun doch bergen


19.05.2026 – 18:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Der tote Wal wird begutachtet: Dänemark will den Kadaver von Timmy nun doch bergen. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Seit dem Wochenende gibt es Gewissheit: Buckelwal Timmy hat die Rettungsaktion nicht überlebt und ist in der freien See gestorben. Dänemark will nun noch offene Fragen angehen.

Dänemark will den Kadaver des als Timmy bekannten Buckelwals nun doch obduzieren. Das teilte die dänische Umweltbehörde am Dienstag mit.

Die Behörde begründete den Schritt damit, dass der tote Wal an einem gut besuchten Strand liegt – voraussichtlich werde der Wal, so die Behörde, die Einheimischen und Badegäste stark stören.

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Die Aktion soll von dänischen Forschern und Tierärzten durchgeführt werden. Jane Hansen von der Umweltbehörde teilte mit: „Derzeit wird an einer Lösung gearbeitet, die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern.“

Gleichzeitig betonte Hansen in der Mitteilung, dass sich die dänischen Behörden in einem ständigen Austausch mit den deutschen Behörden befänden.

Timmy strandet: Behörde spricht Warnung aus

Wal Timmy war im März mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet. Nach ersten, gescheiterten Rettungsversuchen kamen mehrere Wissenschaftler zu dem Schluss, dass eine Rettung des Tieres nahezu ausgeschlossen sei – und weitere Rettungsversuche der Tierquälerei gleichkämen.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) folgte anfangs der Empfehlung der Wissenschaftler, Mitte April erlaubte er plötzlich einen Rettungsversuch durch eine private Initiative. Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde der Wal von der Initiative in der Nordsee ausgesetzt.

Wal Timmy wurde am vergangenen Freitag vor der dänischen Insel Anholt angespült. Die dänische Umweltbehörde appelliert an die Bewohner der Insel, sich dem Wal nicht zu nähern – es könne eine Ansteckungsgefahr bestehen.

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