„Phasen, in denen ich keine Kraft mehr hatte“

Collien Fernandes überwältigt nach Demo


23.03.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Collien Fernandes: Die Schauspieler steht aktuell vor der Kamera. (Quelle: IMAGO/Horst Galuschka )

Die Demonstration in Berlin hat Collien Fernandes tief bewegt. Die Moderatorin äußert sich nun zur Unterstützung aus der Öffentlichkeit.

Mehr als 6000 Menschen versammelten sich am Sonntag in der Hauptstadt, um gegen sexualisierte Gewalt im Netz zu protestieren. Anlass für die Kundgebung sind schwere Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt – darunter Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung und psychische Gewalt. Die Moderatorin reagiert auf den Rückhalt emotional.

Fernandes selbst konnte nicht für die Demo vor Ort sein, da sie derzeit für die ZDF-Produktion „Das Traumschiff“ in Vietnam dreht. Dennoch verfolgte sie die Entwicklungen und reagierte auf die große Beteiligung. Auf Anfrage der „Bild“ erklärte sie: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, so überwältigt bin ich. Seit Jahren kämpfe ich für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt.“

Bereits vor rund zwei Jahren hatte sie den Fall öffentlich gemacht. Erst vor wenigen Tagen nannte sie auch den Namen ihres Ex-Mannes als mutmaßlichen Täter. Fernandes schilderte „Bild“ nach der Demo, wie sehr sie die Unterstützung berühre. Sie sagte: „Ich hatte Phasen, in denen ich keine Kraft mehr hatte. Doch nun stehen all diese Menschen an meiner Seite und wir kämpfen diesen Kampf gemeinsam. Das bedeutet mir wirklich unendlich viel! Jedem Einzelnen, der dort war, möchte ich sagen: Danke, danke, danke dafür!“

Die Demo wurde vom Bündnis „Feminist Fight Club!“ organisiert. Kurz zuvor hatte Fernandes selbst über Instagram auf die Aktion aufmerksam gemacht. Zahlreiche Menschen folgten dem Aufruf, darunter auch prominente Unterstützer, um ein öffentliches Zeichen zu setzen. Es ist bereits eine weitere Demonstration geplant: Am Donnerstag, 26. März, soll in Hamburg erneut gegen sexualisierte Gewalt protestiert werden. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die laut „Bild“ um 17.30 Uhr am Rathausmarkt erwartet wird.

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