Schauspielerin feiert Sologamie

„Go Trabi Go“-Star Claudia Schmutzler heiratet – sich selbst


01.10.2026 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Schauspielerin Claudia Schmutzler beim Hamburger Presseball (Archivbild): (Quelle: IMAGO)

Einen Tag vor ihrem 60. Geburtstag gab sich die Dresdner Schauspielerin das Ja-Wort – ganz ohne Partner. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis Unverständnis.

Claudia Schmutzler hat sich selbst geheiratet. Am 18. September gab sich die Schauspielerin in einer symbolischen Zeremonie das Ja-Wort – einen Tag vor ihrem 60. Geburtstag. Bilder davon teilte sie auf Instagram. Dazu schrieb sie, die Entscheidung sei „nach jahrzehntelanger Recherche und eindeutigen Ergebnissen“ gefallen.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Fachleute nennen das Sologamie: Eine Person verspricht sich in einer Zeremonie die Ehe – mit sich selbst. Rechtlich hat das in Deutschland keine Bedeutung. Eine Ehe kann laut Bürgerlichem Gesetzbuch nur zwischen zwei Personen geschlossen werden.

Zwischen Begeisterung und Unverständnis

Die Reaktionen unter dem Post fielen gemischt aus. Die Schauspielkollegin Julia Dietze fragte: „Wer ist der glückliche Ehemann?“ Schmutzlers Antwort: „Ich“.

Die allermeisten gratulierten. Doch es gab auch kritische Stimmen. Eine Nutzerin schrieb, sie wünsche der gebürtigen Dresdnerin „alles Glück der Welt“, verstünden die Selbstheirat aber nicht: „Reicht es nicht, die Freundschaft, die Liebe, das Leben zu feiern?“ Und weiter: „Wenn ich mich selber feiern muss, klingt das für mich irgendwie nach Mangel.“

Schmutzler antwortete knapp: „Ich muss mich nicht feiern. Ich will.“ In ihrem Post betonte sie, die Entscheidung sei „nicht aus Mangel“ und „nicht aus Trotz“ gefallen, sondern „mit Größe, Kompetenz und ohne falsche Bescheidenheit“. Sie dankte allen, „die mir auf meinem Weg ins Licht geholfen haben“.

Die gebürtige Dresdnerin wurde 1991 in der Wendekomödie „Go Trabi Go“ an der Seite von Wolfgang Stumph bundesweit bekannt. Danach spielte sie die Titelrolle in der Sat.1-Serie „Für alle Fälle Stefanie“ und ermittelte von 2005 bis 2017 in der ZDF-Serie „SOKO Wismar“. Von 2019 bis 2020 war sie in „Rote Rosen“ zu sehen.

Share.
Die mobile Version verlassen