Byeong-Keuk Kim, Hauptstudienautor und Professor in der Abteilung für Kardiologie am Severance Hospital, erklärte in einer Pressemitteilung, dass die neuen Zielwerte eine sichere Möglichkeit seien, das Dreijahresrisiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Zudem verwies er darauf, dass die Therapie höchstwahrscheinlich für das gesamte Spektrum der arteriosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Nutzen ist, wobei Patienten mit besonders hohem Risiko am stärksten profitieren.
Allerdings hat die Untersuchung auch Grenzen. Alle Teilnehmer kamen aus Südkorea. Ob sich die Ergebnisse uneingeschränkt auf andere Bevölkerungen übertragen lassen, bleibt daher noch offen. Zudem erreichten knapp 40 Prozent der Probanden den angestrebten Zielwert von unter 55 mg/dl nie, und einige moderne Medikamente standen während der Studie nur eingeschränkt zur Verfügung.
Trotz dieser Einschränkungen zeigt die Arbeit deutlich: Eine konsequente Senkung des LDL-Cholesterins kann entscheidend dazu beitragen, weitere Herz-Kreislauf-Ereignisse zu verhindern. Für Patienten bedeutet das vor allem eines: Die Therapieziele sollten ernst genommen und regelmäßig überprüft werden. Denn jeder gesenkte Wert kann das Risiko für lebensbedrohliche Komplikationen weiter reduzieren.
