Ausbau der Produktion in Europa

Chinesischer Autobauer erwägt Kauf von VW-Werk

13.05.2026 – 23:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Logo von Volkswagen an dser Fabrik Osnabrück: Der chinesische Autokonzern Xpeng hat Interesse an VW-Standorten. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Swaantje Hehmann/imago)

Der chinesische Elektroautobauer Xpeng sucht offenbar nach einer eigenen Produktionsbasis in Europa. Dabei könnten auch Werke von Volkswagen eine Rolle spielen.

Xpeng verhandelt laut einem Bericht der „Financial Times“ mit Volkswagen und weiteren Herstellern über den Kauf eines Werks in Europa. Das sagte Elvis Cheng, Xpeng-Manager für Nordosteuropa, am Mittwoch auf einer Konferenz der Zeitung.

„Wir sprechen mit Volkswagen darüber, ob es hier in Europa einen geeigneten Standort gibt“, sagte Cheng dem Bericht zufolge. Eine Stellungnahme von VW lag zunächst nicht vor.

Bislang produziert Xpeng seine Fahrzeuge für den europäischen Markt beim österreichischen Auftragsfertiger Magna Steyr. Dort stoße das Unternehmen jedoch an Kapazitätsgrenzen, berichtete die „Financial Times“. Deshalb prüfe der Konzern sowohl den Kauf bestehender Fabriken als auch den Bau eines neuen Werks. Die bestehenden VW-Standorte seien „ein wenig alt“, zitierte die Zeitung Cheng.

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VW baut Produktion um

Volkswagen steckt derzeit mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Der Konzern plant, seine Produktionskapazitäten in Europa zu reduzieren und Zehntausende Stellen abzubauen.

Konzernchef Oliver Blume hatte Ende April erklärt, VW prüfe Möglichkeiten, ungenutzte Kapazitäten in Europa chinesischen Partnern zur Verfügung zu stellen. Damit könnte der Autobauer Fabriken auslasten, die künftig nicht mehr vollständig benötigt werden.

Volkswagen und Xpeng arbeiten bereits in China zusammen. VW hatte 2023 rund 700 Millionen Dollar investiert und sich mit fünf Prozent an dem chinesischen Unternehmen beteiligt.

Seit Kurzem wird in China zudem das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug produziert. Für Xpeng gewinnt das Auslandsgeschäft zunehmend an Bedeutung, nachdem die Kürzung staatlicher Förderungen den Wettbewerb auf dem chinesischen Heimatmarkt verschärft hat.

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