Parteitag in Neukölln

CDU will Wegner trotz Umfrageeinbruch nominieren

09.06.2026 – 07:38 UhrLesedauer: 1 Min.

Kai Wegner (Archivbild): Der Regierende Bürgermeister und CDU-Landeschef will Spitzenkandidat seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl werden. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Die Berliner CDU will Kai Wegner wieder als Spitzenkandidaten aufstellen. Auf dem Parteitag am Dienstag soll die Nominierung beschlossen werden.

Beim Landesparteitag in Neukölln will die Berliner CDU am Dienstag Kai Wegner als Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September nominieren. Rund 300 Delegierte sollen über seine Kandidatur abstimmen. Wegner ist Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender.

Die Ausgangslage ist schwieriger als vor drei Jahren. Laut aktuellen Umfragen kommt die CDU auf 19 bis 20 Prozent. Bei der Wahl 2023 hatte sie 28,2 Prozent geholt und damit nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder die Führung des Senats übernommen.

Wegner in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik

In den vergangenen Monaten war Wegner in die Kritik geraten, unter anderem wegen seines Verhaltens während des großen Stromausfalls und der Entlassung eines neu ernannten Staatssekretärs für Digitalisierung nach gut zwei Monaten im Amt. Eine offene Debatte über seine Kandidatur blieb innerhalb der Partei dennoch aus.

Auf der Tagesordnung des Parteitags steht auch der Beschluss des Wahlprogramms. Im Entwurf spricht sich die CDU gegen Enteignungen von Wohnungsunternehmen und für eine Randbebauung des Tempelhofer Felds aus. In der Verkehrspolitik plädiert sie für mehr Investitionen in den Straßenbau und Zugangssperren an U-Bahnhöfen. Mehr Videoüberwachung soll nach dem Willen der Partei die Sicherheit in der Stadt erhöhen.

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