Maritimes Wahrzeichen

Hamburgs bekanntestes Frachtschiff kommt für Reparaturen


Aktualisiert am 06.03.2026 – 19:21 UhrLesedauer: 2 Min.

„Cap San Diego“ am Liegeplatz nahe der Hamburger Elbphilharmonie: 1961 wurde das Schiff in der Hansestadt gebaut. (Quelle: IMAGO/imago)

Etwa 200 Reparaturmaßnahmen stehen an, wenn die „Cap San Diego“ bald Bremerhaven anläuft. Ob dafür auch genug Geld vorhanden ist, ist momentan unklar.

Die „Cap San Diego“ geht im März 2026 erneut in die Werft. Bei Bredo Dry Docks in Bremerhaven steht die turnusmäßige Klassenerneuerung an – eine sicherheitstechnische Überprüfung, die alle fünf Jahre Voraussetzung für die volle Fahrtüchtigkeit des Museumsschiffs ist. Das teilte der für den Betrieb und Erhalt des Schiffes zuständige Verein mit.

Vom 9. bis 30. März soll der Frachter im Dock liegen. Rund 200 Arbeiten sind geplant. Sie reichen vom Unterwasserschiff über die Propellerwelle bis zu Ankern und Rettungsbooten. Ursprünglich wären deutlich mehr Maßnahmen nötig gewesen, die Liste wurde jedoch aus Kostengründen gekürzt.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Unterwasserschiff, das gereinigt, entrostet und neu gestrichen wird. In mehreren Ballastwasser- und Vorratstanks stehen Sandstrahlarbeiten und eine neue Konservierung an. Dafür schneidet die Werft laut Verein Montageöffnungen in die Außenhaut.

Auch die hintere Dichtung der Propellerwelle wird erneuert – dafür muss der Propeller komplett demontiert werden. Hinzu kommen Dickenmessungen des Schiffsstahls, der Austausch einzelner Stahlflächen sowie Prüfungen an Ladegeschirr, Ankern, Gangways und Rettungsbooten. Bei vielen Arbeiten unterstützt die ehrenamtliche Besatzung die Werftmannschaft. Rund 45 freiwillige Seeleute sind regelmäßig an Bord im Einsatz.

Die Kosten für die Werftzeit liegen bei rund einer Million Euro. Etwa die Hälfte kann über Fördermittel gedeckt werden, der Rest soll durch Spenden, Eigenmittel und Erlöse aus dem Betrieb finanziert werden.

Eigentlich wären für den langfristigen Erhalt fast doppelt so viele Maßnahmen nötig gewesen, betonten die Ehrenamtlichen. Wegen ausstehender Förderzusagen des Bundes wurde die Planung jedoch reduziert. Die Hamburger Bürgerschaft sagte inzwischen 250.000 Euro zu. Ob weitere Bundesmittel fließen, ist offen.

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