Zum Start der Saison
Camping-Boom in Sachsen – und die Preise bleiben niedrig
11.04.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Zahl der Übernachtungen auf sächsischen Campingplätzen hat sich seit 2015 fast verdoppelt. Wo sich der Campingurlaub finanziell am meisten lohnt.
Sachsens Campingplätze sind in die neue Saison gestartet – mit Rückenwind aus der Statistik. Laut Statistischem Landesamt kletterte die Zahl der Campingübernachtungen von knapp 636.000 im Jahr 2015 auf knapp 1,1 Millionen im Jahr 2025.
Das Angebot wuchs dabei kaum. 2015 gab es 104 erfasste Anlagen, 2025 waren es 107 – jeweils gezählt ab mindestens zehn Stellplätzen. Hinzu kommen rund 150 Wohnmobilstellplätze im Freistaat.
Die reguläre Saison läuft in Sachsen von April bis Oktober. Einzelne Plätze testen inzwischen auch den Winter: Der Campingplatz am Kulkwitzer See in Leipzig bietet seit November erstmals Wintercamping an.
Finanziell schneidet Sachsen im Vergleich gut ab. Laut einer ADAC-Preisanalyse zahlt eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Hochsaison 2026 im Schnitt 39 Euro pro Nacht. Der bundesweite Mittelwert liege laut ADAC bei 41 Euro.
Beim Camping-Anteil bleibt Sachsen bundesweit aber unterdurchschnittlich. Laut Statistischem Landesamt entfielen zuletzt knapp 5,6 Prozent aller Übernachtungen im Freistaat auf Campingplätze. Deutschlandweit lag diese Quote 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 9,0 Prozent.
Der Freistaat hat Camping als Wachstumsfeld definiert. Im Masterplan Tourismus sind Camping und Wohnmobilreisen als Wachstumsbereich ausgewiesen. Die Anlagen sollen über Qualität neue Gäste gewinnen.
