BVG-Streik legt den Nahverkehr lahm

Verdi streikt

Berliner Nahverkehr steht still

Aktualisiert am 02.02.2026 – 03:59 UhrLesedauer: 1 Min.

Anzeigetafeln weisen an der Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof auf den zweitägigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hin (Archivbild): Seit 3 Uhr ist der Nahverkehr in Berlin nahezu vollständig eingestellt. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Seit den frühen Morgenstunden herrscht in Berlin Verkehrsstillstand. Nur eine Fahrzeugart ist unterwegs – allerdings ohne Fahrgäste an Bord.

Der Berliner Nahverkehr steht seit den frühen Morgenstunden still. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem Warnstreik aufgerufen. „Der Arbeitskampf sei um 3.00 Uhr wie geplant angelaufen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt der Deutschen Presse-Agentur. Der Ausstand soll bis Dienstagmorgen andauern.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) lassen Busse und Bahnen infolge des Warnstreiks in den Depots. Lediglich die Straßenbahnen sind unterwegs – allerdings ohne Passagiere an Bord. Hintergrund ist die anhaltende Kälte: Die leeren Bahnen sollen verhindern, dass die Oberleitungen erneut einfrieren. Schon in der vergangenen Woche war es aus diesem Grund tagelang zu erheblichen Einschränkungen gekommen.

Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die BVG geschlossen, wie beide mitteilten. Der Fahrgastbetrieb bleibt trotz fahrender Straßenbahnen ausgeschlossen.

Auch für Brandenburg hatte Verdi zu Warnstreiks im Nahverkehr aufgerufen. Der S- und Regionalverkehr in der Hauptstadtregion ist von dem Ausstand hingegen nicht betroffen, da dieser nicht von der BVG betrieben wird.

Mit dem Arbeitskampf will die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde mit der BVG ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird in der Hauptstadt um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

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