BVG-Fahrer verharren stundenlang auf Strecke

Chaos in der Hauptstadt

„Historische Lage“: Straßenbahnverkehr eingestellt


Aktualisiert am 26.01.2026 – 13:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Straßenbahn steht auf den Gleisen: Durch den Eisregen sind die Oberleitungen der Straßenbahnen in Berlin flächendeckend eingefroren. (Quelle: Saskia Fischer/dpa)

Glätte und Schneefall lösen an mehreren Orten in Deutschland Verkehrsprobleme aus. In Berlin sind Dutzende Straßenbahnfahrer gestrandet – auf unbestimmte Zeit.

Eisregen und massive Neuschneemengen haben Deutschland seit der Nacht auf Montag fest im Griff – der DWD rief zahlreiche amtliche Warnungen aus. In Berlin wurde der Tramverkehr komplett eingestellt. Viele Fahrer sitzen seit Stunden fest. Die Verkehrsbetriebe in der Hauptstadt sprechen von einer „historischen Lage“.

Wann der Tramverkehr wieder anlaufen kann, war auch am Mittag noch offen. Eine BVG-Sprecherin sagte: „Das ist eine historische Lage, das hatten wir so noch nie.“ Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verschaffte sich am Hackeschen Markt einen Überblick über die Lage. Er sehe, wie motiviert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVG seien, sagte der CDU-Politiker vor Ort. „Die BVG arbeitet mit Hochdruck daran, dass sie wieder in Bewegung kommt.“

Auch auf mehreren U-Bahn-Linien meldete die BVG Störungen und Ausfälle. Der Flughafenexpress zwischen dem Hauptbahnhof und dem BER war ebenfalls von Ausfällen betroffen.

Auch in vielen anderen Regionen löst das winterliche Wetter mit Eisregen und Schneefall Probleme aus: Die Deutsche Bahn berichtet von Ausfällen und Verspätungen „im gesamten Bundesgebiet“. Ein Bahnsprecher teilte t-online mit: „Weichen und teils auch Oberleitungen sind vereist und müssen von den Technikern vor Ort enteist werden.“ Einschränkungen gibt es etwa auf der Strecke Berlin–Hamburg, Hamburg–Uelzen, Berlin–Stralsund und in den Großräumen Stuttgart und Ulm.

Auf den Straßen ging deutschlandweit ebenfalls wenig bis nichts: Auf zahlreichen Autobahnen kam es zu kilometerlangen Staus mit stundenlangen Wartezeiten. Die Polizei registrierte Hunderte Unfälle – in den meisten Fällen blieb es jedoch bei Blechschäden oder Leichtverletzten.

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