Wiederbelebung erfolglos

Gruppe baut Bungee-Sprung-Anlage – Junge Frau stirbt


11.10.2026 – 19:34 UhrLesedauer: 1 Min.

Der ehemalige Steinbruch bei Warstein: Eine junge Frau ist hier tödlich verunglückt. (Quelle: Bernd Thissen)

Eine Gruppe aus Sachsen-Anhalt baut im Warsteiner Steinbruch eine eigene Bungee-Sprung-Vorrichtung auf. Der erste Sprung gelingt – der zweite endet tödlich.

Eine 21-Jährige ist bei einem Bungee-Sprung im ehemaligen Steinbruch von Warstein (Nordrhein-Westfalen) ums Leben gekommen. Die Frau aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt prallte nach dem Absprung gegen eine Felswand und starb noch an der Unfallstelle, wie der WDR und die Kreispolizeibehörde Soest berichten. Die Polizei hatte den Vorfall zunächst als Kletterunfall eingestuft und die Angaben am Sonntag korrigiert.

Die Gruppe, mit der die Frau unterwegs war, hatte die Bungee-Vorrichtung laut Polizei selbst konstruiert und aufgebaut. Ein erster Sprung verlief ohne Zwischenfälle. Als die 21-Jährige sprang, geschah das Unglück. Daniel Großert, Pressesprecher der Polizei in Soest, erklärte gegenüber dem WDR: „Sie ist bei dem Sprung gegen eine Felswand geschlagen.“ Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Begleitpersonen der Frau blieben körperlich unverletzt, wurden aber von Notfallseelsorgern betreut.

Wie es genau zum Aufprall kam, ist noch unklar. Großert sagte: „Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Anzeichen für ein Fremdverschulden.“ Die Polizei stufe den Vorfall „als tragischen Unfall“ ein. Nach eigenen Angaben kenne sich die Gruppe nur flüchtig und unternehme gelegentlich gemeinsame Kletterausflüge. So sei die Gruppe auch an diesem Samstag zum ehemaligen Warsteiner Steinbruch gefahren. Bei dem Gelände handelt es sich um einen stillgelegten Steinbruch, in dem das Klettern erlaubt ist und der Deutsche Alpenverein (DAV) eigens ausgewiesene Kletterstrecken eingerichtet hat.

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