Polizeieinsatz
Gruppe blockiert Bundeswehr-Kaserne – wichtige Straße gesperrt
Aktualisiert am 03.09.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Polizeieinsatz an der Bundeswehr-Kaserne im Kölner Süden: Rund 100 Personen blockieren die Anlage. Die Polizei ist im Einsatz.
Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ blockiert am Donnerstagvormittag die Bundeswehr-Kaserne am Militärring. Laut einem Polizeisprecher sind rund 100 Personen an der Kundgebung beteiligt. Wegen der Aktion ist der Militärring zwischen der Mercator- und Neusser Landstraße derzeit gesperrt.
Die Demonstranten stünden vor dem Tor, aber der Betrieb innerhalb der Kaserne sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Beteiligte seien dabei auch vermummt. Der Aufforderung, die Vermummungen abzulegen, sei man nicht nachgekommen, so der Polizeisprecher. Auch der Organisator der Demo habe sich nicht bei den Einsatzkräften gemeldet, so der Sprecher weiter.
Die Kölner Polizei will die nicht-angekündigte Demonstration in Kürze auflösen, sagte der Polizeisprecher zur Kölner Lokalredaktion von t–online. Camille Dietrich, Sprecherin von „Rheinmetall entwaffnen“, sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung. Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe. Dagegen richte sich der Protest.
„Rheinmetall entwaffnen“ demonstriert in dieser Woche in Köln
Seit Dienstag hält das Antikriegs-Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hält von diesem Dienstag an in Köln ein Protestcamp ab. Das Camp mit 500 angemeldeten Teilnehmern dauert bis Sonntag. Man wolle sich „der weltweiten wie auch der deutschen Aufrüstung entgegenstellen“, hieß es. Die Gruppe hatte für diese Woche mehrere Demonstrationen in der Domstadt angekündigt.
Im vergangenen Jahr hatten Angehörige des Bündnisses unter anderem vor einem Gebäude der Bundeswehr und in der Nähe des Privathauses von Rheinmetall-Chef Armin Papperger demonstriert. Bei der Abschluss-Demonstration in Köln kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, nach denen sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machten. 13 Polizisten und mindestens neun Demonstranten wurden verletzt.
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