Mit Farbbomben und chemischer Flüssigkeit
Unbekannte attackieren nachts Bundeswehrgebäude
24.08.2026 – 14:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein lautes Klirren schreckt mitten in der Nacht einen Anwohner an der Dachauer Straße auf. Kurz darauf rückt die Münchner Polizei zu einem Großeinsatz aus.
Als ein Mann am Montagmorgen gegen 2.15 Uhr aus seinem Wohnungsfenster in der Dachauer Straße blickte, bot sich ihm ein ungewöhnlicher Anblick. Wie die Münchner Polizei mitteilte, sah er sieben Personen, die sich vom dortigen Karrierecenter der Bundeswehr in Richtung Olympiapark entfernten. Zuvor hatte er ein lautes Klirren vernommen.
Der Anwohner alarmierte die Polizei. An dem Gebäude in Neuhausen-Nymphenburg stellten die Beamten anschließend eine eingeschlagene Fensterscheibe am Hintereingang sowie mehrere Farbspuren an der Fassade fest.
Unbekannte Flüssigkeit in Gebäude verteilt
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hatten die unbekannten Täter mehrere Farbbeutel gegen das Gebäude geworfen. Durch die eingeschlagene Scheibe wurde außerdem eine Plastikflasche ins Innere geworfen.
Darin befand sich laut Polizei eine bislang unbekannte Flüssigkeit. Von ihr ging ein beißender, chemischer Geruch aus, der sich im Erdgeschoss des Bundeswehrgebäudes ausbreitete. Hinweise darauf, dass die Täter selbst in das Gebäude gelangten, fanden die Ermittler bislang nicht. Der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Fahndung nach sieben Unbekannten
Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Vorfall Fahndungsmaßnahmen ein. Diese führten zunächst jedoch bislang nicht zum Erfolg.
Welches Motiv hinter der Tat steckt, ist derzeit nicht bekannt. Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 43 der Münchner Kriminalpolizei übernommen. Die Beamten dort befassen sich konkret mit politischen Straftaten aus dem linksextremen Spektrum.
Das Karrierecenter der Bundeswehr in München ist erste Anlaufstelle für Menschen, die sich für eine militärische oder zivile Karriere interessieren. Auch Einstellungstest und die Betreuung von Reservisten finden dort statt.
