Bundesregierung nominiert Breuer für Vorsitz im Nato-Militärausschuss

Leitung des Militärausschusses

Bundesregierung nominiert Carsten Breuer für Nato-Topposten

Aktualisiert am 12.02.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 1 Min.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (l.) hat Generalinspekteur Carsten Breuer (r.) für den Vorsitz des Nato-Militärausschusses nominiert. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Deutschland will in der Nato mehr Verantwortung übernehmen. Jetzt schickt Verteidigungsminister Pistorius seinen höchsten Soldaten ins Rennen um einen Führungsposten.

Die Bundesregierung hat den Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, als Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses nominiert. „Ich freue mich sehr, dass wir als Bundesrepublik Deutschland mit Generalinspekteur Carsten Breuer einen exzellenten Kandidaten für diesen Ausschuss haben“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Wahl für den Posten an der Spitze des obersten militärischen Gremiums der Nato findet im September statt.

Breuer habe in den vergangenen Jahren einen „wesentlichen Beitrag dazu geleistet, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands voranzubringen“, betonte Pistorius. Der Generalinspekteur habe sich „aufgrund seiner analytischen Fähigkeiten und seines Weitblicks“ einen Namen gemacht, „wird hochgeschätzt und hat deshalb zahlreiche Unterstützer“, fügte der Minister hinzu.

Der Militärausschuss berät den Nordatlantikrat und die nukleare Planungsgruppe der Nato. Er gilt als Verbindungsglied zwischen den politischen und den militärischen Strukturen der Nato. Den Vorsitz übernimmt traditionell ein europäischer Vier-Sterne-General.

Derzeitiger Vorsitzender ist der Italiener Giuseppe Cavo Dragone, seine Amtszeit wird im Sommer 2027 enden. Seinen Nachfolger wählen die 32 Nato-Mitgliedstaaten. Um gewählt zu werden, muss ein Kandidat mindestens 17 Stimmen erhalten.

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