Bundesliga am Sonntag

Mainz zerlegt den HSV: „Das ist ein Brett“

Aktualisiert am 06.09.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Die FSV Mainz 05 konnte in Hamburg fünfmal jubeln. (Quelle: IMAGO/Stefan Trocha/imago)

Das erste Heimspiel in der Bundesliga-Saison wird für den HSV zum Debakel. Die gefeierten Neuzugänge bleiben wirkungslos.

Der FSV Mainz 05 hat die Saison-Heimspielpremiere des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga gründlich vermasselt. Gegen den bedenklich schwachen HSV kamen die Rheinhessen zu einem beinahe mühelosen 5:0 (2:0). Sheraldo Becker (20. Minute), Phillipp Mwene (42.) nach starker Becker-Vorarbeit, zweimal Philip Tietz (48./83.) und der eingewechselte Ex-Hamburger Ransford Königsdörfer (90.+1) trafen für die Mainzer.

Besonders bitter: Vor dem ersten Gegentor patzte Kapitän Nicolas Capaldo, beim vierten Treffer rutschte HSV-Schlussmann Daniel Heuer Fernandez der Ball durch die Hände.

„Es ist natürlich alles andere als das, was wir uns vorgestellt haben“, sagte Torhüter Daniel Heuer Fernandes bei Dazn. „Das ist ein Brett. Und das müssen wir verarbeiten.“

So lief das Spiel

Vor 57.000 Zuschauern im wie in der vergangenen Saison stets ausverkauften Volksparkstadion bemühte sich der HSV gleich um Spielkontrolle. Mit hohem Pressing versuchten die Hamburger, das Aufbauspiel der Mainzer zu stören.

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Nach zehn Minuten erspielten sich die Gäste aber mehr und mehr ein Übergewicht und etliche Chancen – auch begünstigt durch haarsträubende Fehler von HSV-Spielern. Dabei erwies sich besonders Verteidiger Jordan Torunarigha als Unsicherheitsfaktor.

Dem Spiel der Gastgeber war anzumerken, dass sie in der Formation noch nie zusammengespielt hatten. Auf vier Positionen hatte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin seine Startelf im Vergleich zum 0:2 beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund umgestellt.

Unter anderem brachte er den erst am Dienstag verpflichteten Zakaria El Ouahdi für Bakery Jatta auf der rechten Außenbahn, auf Links kam der ebenfalls am Dienstag ausgeliehene David Möller Wolfe für Louis Lemke zum Einsatz. Der von den Fans herbeigesehnte Rückkehrer und Spielmacher Fabio Vieira saß zunächst auf der Bank.

Einige Fans des Hamburger HSV gingen bereits weit vor Abpfiff aus dem Stadion. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn/imago)

An El Ouahdi und Wolfe lag es aber nicht, dass beim HSV nichts zusammenlief. Die Mainzer nutzten die Schwächen der Hamburger geschickt aus, wirkten reifer und eingespielter. Nationalspieler Nadiem Amiri ordnete das Spiel seiner Mannschaft, Stürmer Becker war ein ständiger Unruheherd und hätte schon in der 10. und 18. Minute sein Team in Führung bringen können.

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