
Schnee am Montag möglich
Schlechte Luft – Deutschlandkarte färbt sich rot
Aktualisiert am 22.01.2026 – 13:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Trockene Kälte, kaum Wind, kein Niederschlag: In Deutschland führt Hochdruckeinfluss zu ruhigem Wetter. Damit geht ein ernstes Problem einher, das sich aber am Montag mit einsetzendem Schneefall wieder erledigt.
Das aktuelle Wetter in Deutschland hat Auswirkungen auf die Gesundheit. Prognosekarten des Umweltbundesamtes zeigen eine hohe Feinstaubbelastung in weiten Teilen der Republik: Auf der Karte für Freitag ist fast das gesamte Land rot eingefärbt.
Bedenklich ist speziell die prognostizierte Belastung von Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern. Diese Teilchen können bis in die Lungenbläschen gelangen. Sie wirken sich Experten zufolge negativ auf den Gesundheitszustand des Menschen aus und führen zu Entzündungen und Stress in menschlichen Zellen.
Das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Klima hebt hervor: „Bei einer langfristigen Belastung können schädliche Effekte auf die Atemwege, das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem hervorgerufen werden.“ Eine kurzfristige, hohe Belastung verursache unter anderem Bluthochdruck. Mehr Krankenhauseinweisungen seien die Folge.
Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt den Zusammenhang mit der aktuellen Wetterlage. Die sogenannte Inversionswetterlage wirke wie ein Deckel, schrieb Jung in einem Artikel für die „Frankfurter Rundschau“. Am Boden ist es kühl, in einigen Hundert Metern liege mildere Luft darüber. Die Folge: Abgase können nicht mehr aufsteigen und bleiben am Boden gefangen. Wind, der die Gase davontragen könnte, weht auch kaum.
Die Diplom-Meteorologin Renate Molitor von wetter.com beschreibt die Wetterlage so: Unter Hochdruckeinfluss gehe es für die meisten Deutschen am Freitag ruhig durch den Tag. Nur im Westen würden Tiefausläufer ein paar Tropfen Niederschlag bringen. Das spiegelt sich in der Feinstaub-Prognosekarte des Umweltbundesamtes wider: Wo Niederschlag den Feinstaub aus der Luft wäscht, sind die Feinstaubwerte niedriger.
Bis Sonntag gehe es für Deutschland überwiegend ruhig weiter, teilt die wetter.com-Meteorologin mit. Erst zum Montag hin bringe ein Tiefdruckgebiet eine veränderte Lage: Es könnte von Brandenburg über Sachsen und Thüringen bis nach Bayern schneien.