Er war Kapitän von DFB-Schreck Bulgarien
Mit nur 63 Jahren: WM-Held von 1994 gestorben
01.04.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Er hatte großen Anteil am sensationellen Viertelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM vor 32 Jahren. Nun ist Bulgariens ehemaliger Kapitän Borislaw Michajlow gestorben.
Eine prägende Figur des bulgarischen Fußballs ist tot: Borislaw Michajlow, Held der WM 1994, ist im Alter von nur 63 Jahren gestorben. Im letzten Jahr hatte er einen schweren Schlaganfall erlitten, lag monatelang im Koma. An den Folgen ist Michajlow am Dienstag verstorben.
Der frühere Nationaltorwart war Kapitän der bulgarischen Mannschaft, die im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1994 Titelverteidiger Deutschland sensationell mit 2:1 besiegte. Bulgariens Fußballverband, den Michajlow insgesamt 16 Jahre lang als Präsident geführt hatte, bezeichnete ihn als „Legende des bulgarischen Fußballs“. Er saß außerdem acht Jahre lang im Exekutivkomitee der Uefa.
Michajlow, bekannt als der „Torwart mit dem Toupet“, absolvierte zwischen 1983 und 1998 insgesamt 102 Länderspiele. Der Fußball lag in der Familie: Auch sein Vater Bisser und sein Sohn Nikolaj spielten als Torhüter für die bulgarische Nationalmannschaft.
An drei Weltmeisterschaften nahm Michajlow teil: 1986, 1994 und 1998. Sein größter Moment kam 1994 in den USA. Im Achtelfinale gegen Mexiko parierte er im Elfmeterschießen zwei Versuche. Wenige Tage später folgte in East Rutherford der Erfolg gegen Deutschland. Am Ende belegte Bulgarien den vierten Platz – bis heute das mit Abstand beste Abschneiden der Geschichte des 6,5-Millionen-Einwohner-Landes.
Der 1,86 Meter große Schlussmann stammte aus der Jugend von Levski Sofia, für dessen Profimannschaft er acht Jahre lang auflief (1981-89). Später hütete er unter anderem das Tor von Belenenses Lissabon, vom englischen Zweitligisten FC Reading und zum Abschluss seiner Karriere vom FC Zürich (1998).
