Experte zu 99,91 Prozent sicher

Professionelle DNA-Analyse zu Wal Timmy liegt vor


Aktualisiert am 27.08.2026 – 14:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Timmys Ende (Archivbild): Der tote Wal wird an Land der dänischen Insel Anholt gezogen. (Quelle: Marcus Golejewski/dpa)

Zuletzt lieferte Kleintierärztin Kirsten Tönnies einen denkwürdigen Auftritt ab. Jetzt hat ein Profi die Datensätze noch einmal ausgewertet – und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.

Der Timmy genannte Buckelwal ist mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent das Tier, das kurz nach der Freilassung des Wals Anfang Mai vor der dänischen Insel Anholt tot angespült wurde. Dies habe eine erneute Analyse der Daten von zwei DNA-Proben ergeben, die die Tierärztin Kirsten Tönnies zuvor einem chinesischen Labor geschickt hatte, berichtet die „Bild“-Zeitung.

Im Video | Hier wurde Timmy obduziert

Player wird geladen

Untersucht hat die Daten demnach Bertram Brenig, Direktor für molekulare Diagnostik am Institut für Veterinärmedizin der Universität Göttingen. Beauftragt hat ihn laut der „Bild“ Kirsten Tönnies selbst.

  • Absurde DNA-Analyse: Buckelwal Timmy soll zwei Tierarten gewesen sein

Die Kleintierärztin hatte Ende Juli bei einer Pressekonferenz versucht, die Datensätze selbst zu analysieren, ohne auf dem Podium Unterstützung von Fachleuten zu haben. Ihr Vortrag rief Kopfschütteln im Publikum hervor. Eine der DNA-Proben war am 1. Mai vom Wal genommen worden, als kurz vor der Freisetzung ein Tracker am Tier befestigt wurde. Die zweite Probe wurde später auf Anholt von dem dort angespülten Walkadaver entnommen.

Kleintierärztin Kirsten Tönnies Ende Juli bei ihrer Pressekonferenz: Die Zuhörer waren ratlos. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)

Die Daten, die aus China zurückkamen, verstand Tönnies eigener Auskunft zufolge nicht. Trotzdem wagte sie eine Interpretation. Die Unterschiede im Genmaterial seien so groß, dass es sogar fraglich sei, ob beide Proben von derselben Tierart stammen würden, behauptete Tönnies.

Göttinger Professor gibt Tönnies-Kritikern Recht

„Ich sehe da nicht einen gleichen Buchstaben“, versuchte sie ihre Folgerung bei der Präsentation der Datenreihen zu begründen. Gleichzeitig räumte sie freimütig ein, dass ihr der tiefere Sinn der Daten verschlossen geblieben sei.

Share.
Die mobile Version verlassen