Steigende Überlebenschancen

Neue Waffen gegen drei verbreitete Krebsarten


Aktualisiert am 24.07.2026 – 07:16 UhrLesedauer: 2 Min.

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Überlebenschancen der Patienten steigen: Noch nie gab es so viele neue Therapien zur Krebsbekämpfung. (Quelle: wildpixel/getty-images-bilder)

Operation, Strahlen- und Chemotherapie: Das war lange Zeit das Dreigestirn in der Krebsmedizin. Doch neuere Ansätze geben Millionen Patienten Hoffnung.

Die Diagnose ist ein Schock: Etwa 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Krebs. Die Überlebenswahrscheinlichkeit hängt stark von der jeweiligen Krebsart ab, ist aber in den vergangenen Jahren dank intensiver Forschung gestiegen. Und es gibt noch weitere, gute Nachrichten: Neue Fortschritte in der Krebstherapie geben immer mehr Betroffenen Hoffnung.

Zum Weltkrebstag 2025 hatte die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) bedeutende Therapieinnovationen vorgestellt. Im Fokus stehen dabei Behandlungsmethoden für Brust-, Darm- und Prostatakrebs.

Brustkrebs: Personalisierte Medizin und verbesserte Nachsorge

Mit rund 74.500 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs laut Robert Koch-Institut (RKI) die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland. Doch: „Die Heilungschance bei Brustkrebs hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch verbessert – wir gehen heute von einer Heilungsrate von 80 bis 90 Prozent aus“, sagte Prof. Wolfgang Janni, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie der DKG. Dank moderner Diagnostik und neuer Medikamentengruppen könne die Therapie gezielter und schonender erfolgen.

Auch die Nachsorge werde durch die sogenannte „liquid biopsy“ revolutioniert. Sie ermöglicht es mittels zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA), das Rückfallrisiko besser abzuschätzen und Therapien entsprechend anzupassen.

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Früherkennungsuntersuchung: Jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. (Quelle: peakSTOCK/getty-images-bilder)

Darmkrebs: Neue Perspektive durch Immuntherapie und Organerhalt

Jede achte Krebserkrankung betrifft den Darm – im Jahr 2020 erkrankten nach Angaben des RKI etwa 54.600 Menschen daran. Auch hier gibt es Fortschritte: Die „liquid biopsy“ gewinnt als Prognosemarker an Bedeutung und hilft, unwirksame Medikamente zu vermeiden.

So funktionieren Immuntherapien

Krebszellen sind in der Lage, sich vor dem Immunsystem zu verstecken – und können sich so ungehindert ausbreiten und wachsen. Hier setzen neue Medikamente an, die Krebszellen aufspüren und angreifen. Kurzum: Immuntherapien nutzen das natürliche Krankheitsabwehrsystem des Körpers, um den Krebs zu bekämpfen.

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