Erst 2027 geht’s weiter

Bremer „Tatort“ fällt Sparkurs zum Opfer


Aktualisiert am 29.03.2026 – 08:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Linda Selb (Luise Wolfram, l.) und Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer): Sie beide spielen Kommissarin im Bremer „Tatort“. (Quelle: Radio Bremen / Claudia Konerding)

Radio Bremen kürzt sein Programm: 2026 wird nur eine „Tatort“-Folge produziert. Grund ist ein Sparkurs, weitere Einschnitte drohen.

Traurige Nachrichten für Fans des „Tatort“ in Bremen: Statt wie üblich zwei Krimis produziert Radio Bremen 2026 nur einen. Hintergrund sind Sparmaßnahmen beim Sender wegen fehlender Einnahmen.

Die Entscheidung ist Teil des im Dezember beschlossenen Wirtschaftsplans. Darin sieht Radio Bremen Einsparungen in Millionenhöhe vor. Insgesamt sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden. Neben dem Verzicht auf eine „Tatort“-Folge werden auch weitere fiktionale TV-Projekte gestrichen und im Personalbereich Kürzungen vorgenommen.

Grund für den Sparkurs ist die angespannte Finanzlage. Eine empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags bleibt bislang aus, zugleich steigen Kosten etwa durch Tarifabschlüsse. Für die kommenden Jahre rechnet der Sender mit einer Finanzierungslücke.

Intendantin Yvette Gerner sprach von „harten Entscheidungen“. Man wolle den Kernauftrag sichern, also eine verlässliche Berichterstattung für die Region. Zugleich warnte sie, dass weitere Einschnitte notwendig werden könnten, falls zusätzliche Einnahmen ausbleiben.

Wie die „Nordsee-Zeitung“ berichtet, sorgt die Streichung auch bei Beteiligten für Unmut. Demnach kostet eine „Tatort“-Produktion bis zu zwei Millionen Euro. Die zweite Folge muss Radio Bremen selbst finanzieren – anders als eine der jährlichen Produktionen, die überwiegend von der ARD-Tochter Degeto getragen wird.

Ganz auf den Bremer „Tatort“ verzichten müssen Fans aber nicht: Laut „Nordsee-Zeitung“ sind neue Dreharbeiten bereits geplant. Die nächste Folge soll voraussichtlich 2027 ausgestrahlt werden.

Share.
Die mobile Version verlassen