Stunden unbemerkt geblieben

„Schuhljahr“ – CDU verabschiedet Schüler mit Panne in die Ferien


13.07.2026 – 21:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Steeven Bretz (CDU) spricht im Brandenburger Landtag: Seiner Partei ist zum Ferienstart ein Fehler unterlaufen. (Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild/dpa)

Die Brandenburger CDU hat große Versprechen für die Bildungspolitik gemacht. Nun sorgt die Landtagsfraktion ausgerechnet mit einem Rechtschreibfehler für Aufsehen.

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktion hat Schüler mit einem Rechtschreibfehler in die Sommerferien verabschiedet. Ausgerechnet bei einem Thema, das den neuen CDU-Bildungsminister besonders beschäftigt, war in einem Beitrag vom nächsten „Schuhljahr“ die Rede.

Die Fraktion veröffentlichte zum Ferienbeginn bei Facebook und Instagram ein Bild mit badenden Menschen und dem Satz: „Endlich Sommerferien! Erholt euch gut für das nächste Schuhljahr!“ Das zusätzliche „h“ blieb nach Angaben der CDU mehrere Stunden unbemerkt. Erst am folgenden Morgen war der Beitrag gelöscht.

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Die Panne fällt in eine Zeit, in der die CDU in Brandenburg große Erwartungen an ihre Bildungspolitik geweckt hat. Nach rund drei Jahrzehnten unter SPD-Führung übernahm die Partei im März das Bildungsministerium. Minister Gordon Hoffmann hatte unter anderem mehr Lehrer und eine zusätzliche Wochenstunde Deutschunterricht angekündigt.

Intern wolle man Konsequenzen folgen lassen

Auf eine Anfrage der „Bild“-Zeitung äußerten sich Hoffmann und CDU-Fraktionschef Steeven Bretz nicht persönlich zu dem Beitrag. Fraktionssprecher Philipp Sünboldt erklärte dem Blatt, das Social-Media-Team habe die Grafik erstellt. Er selbst habe den Beitrag am Montag freigegeben, aber „ehrlicherweise nicht im Detail draufgeschaut“. Der Fehler sei ihm durchgerutscht.

Auch Bretz hatte den Beitrag über seinen Account weiterverbreiten lassen. Nach Angaben seines Sprechers übernahmen Mitarbeiter die Veröffentlichung. Der Fraktionschef selbst habe die Grafik zuvor nicht geprüft.

Der fehlerhafte Feriengruß blieb den Angaben zufolge bis zum späten Donnerstagabend online. Erst dann sei die Fraktion auf die falsche Schreibweise hingewiesen worden. Am Freitagmorgen war der Beitrag verschwunden.

In den sozialen Netzwerken sorgte der Schreibfehler für Spott. Die CDU-Fraktion kündigte Konsequenzen an – zumindest für ihre eigenen Beiträge. „Wir werden künftig genau auf die Rechtschreibung achten“, sagte Sünboldt der „Bild“.

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