
Seit 20 Jahren Leerstand
Nach Brand am „Entenkeller“: Bezirk fordert vollständige Aufklärung
02.02.2026 – 19:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach dem Brand eines Baudenkmals fordert der Bezirk schnelle Aufklärung. Teile des Dachstuhls sind zerstört.
Nach dem Brand des ehemaligen Hotelgebäudes „Entenkeller“ in Berlin-Frohnau hat sich das Bezirksamt Reinickendorf zu Wort gemeldet. Es fordert eine „vollständige Aufklärung der Brandursache“, teilte die Behörde in einer Mitteilung mit.
Demnach sei man bestürzt über den Brand in dem historischen Gebäude. Oberste Priorität sei es, sich für den Erhalt des Baudenkmals einzusetzen, hieß es weiter. Zudem will das Bezirksamt den Eigentümer verpflichten, das Gelände ausreichend zu sichern.
Am Sonntagmorgen brach im Dachstuhl des ehemaligen Hotels und der Diskothek ein Feuer aus. Wegen der Kälte waren einige Hydranten vereist, teilte die Feuerwehr mit. Nach einiger Zeit sei es aber gelungen, die Wasserversorgung herzustellen und den Brand zu löschen. Verletzt wurde dabei niemand.
Dennoch wurden laut dem Bezirksamt „Teile des Dachstuhls des über 100 Jahre alten Gebäudes“ zerstört. Und das eine Woche, nachdem der Eigentümer vom Bezirk angewiesen worden war, zwei Löcher im Zaun zu reparieren, so das Bezirksamt.
Die Bezirksstadträtin Korinna Stephan (Grüne) sagte: „Wir sind froh, dass keine Menschen zu Schaden kamen und wir werden den Eigentümer zur Sicherung des Gebäudes sowohl nach Bauordnung als auch nach Denkmalschutzrecht verpflichten.“ Zwar wisse man nicht, was genau die Brandursache gewesen ist. Dennoch sei ein bewohntes und saniertes Haus in der Regel besser vor Bränden und krimineller Energie geschützt als ein leerstehendes Haus.
Der „Entenkeller“ steht bereits seit 20 Jahren leer und zerfällt zunehmend zu einer Ruine. Die Zukunft des Gebäudes ist bislang ungewiss.