Für Erkrankte kann die Botschaft der Studie entlastend sein: Das Gefühl, kognitiv abzubauen, muss nicht auf einen tatsächlichen Verlust der eigenen geistigen Leistungsfähigkeit hinweisen. Dennoch ist es wichtig, die Beschwerden ernst zu nehmen und nicht zu ignorieren. Wer merkt, dass Konzentration oder Gedächtnis subjektiv nachlassen, sollte das ärztlich abklären lassen. Zeigt sich dabei, dass psychische Faktoren eine Rolle spielen, kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll oder notwendig sein.
Allerdings sind die Ergebnisse der Studie mit Vorsicht zu betrachten. Sie belegen zwar Zusammenhänge, aber keine Ursache-Wirkung-Beziehung. Dass eine Behandlung von Angst oder Depression tatsächlich die Wahrnehmung der eigenen Denkfähigkeit verbessern könnte, legen die Befunde zwar nahe, nachweisen lässt sich das mit den vorliegenden Daten jedoch nicht.
