Tennisstar vor Interview überrumpelt?
Pfändung bei Boris Becker löst Wirbel aus
23.06.2026 – 16:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Schlammschlacht der ehemaligen Eheleute scheint nicht aufzuhören. Jetzt kam es zwischen Lilly und Boris Becker zu einer neuen Auseinandersetzung.
Gerichtsvollzieher, Polizeibeamte, ein Interview und eine Armbanduhr von Boris Becker: Dies sind die Elemente eines neuen Kapitels im Streit zwischen dem Tennisstar und seiner Ex-Frau Lilly Becker. Zunächst berichtete das Magazin „Bunte“ von einem Vorfall, der sich am Sonntagnachmittag in Bad Honnef ereignet haben soll. Anschließend griff auch die „Bild“ den Bericht auf.
Demnach war Boris Becker mit Sky-Moderator Riccardo Basile zu einem Interview vor rund 300 Gästen verabredet. Doch ehe es zu dem öffentlichen Auftritt kommen konnte, soll ein Gerichtsvollzieher in Aktion getreten sein. Dieser hatte es auf Becker abgesehen. Bei „Bunte“ bestätigt der Amtsgerichtsdirektor Oliver Schoenijahn: „Der Gerichtsvollzieher teilte mir mit, dass alles reibungslos verlief. Boris Becker habe sich höflich und korrekt verhalten und kooperativ gezeigt. Da er kein Bargeld mit sich führte, wurde nur seine Armbanduhr einbehalten. Ansonsten gab es nichts Pfändbares.“
„Der Erlös geht an Lilly Becker“
Diesen Vorgang beschreibt Schoenijahn als „Amtshilfe für das Amtsgericht Königswinter“ und er erklärt weiter: „Die Gegenstände werden zunächst verwahrt. Boris Becker kann Einspruch einlegen oder die Uhr auslösen, indem er alle bestehenden Forderungen gegen ihn aus dem Titel, den seine Frau Becker hält, zahlt. Ansonsten kommt es zu einer Versteigerung. Der Erlös geht an Lilly Becker.“
Lilly Becker steckte also hinter der Pfändung. Grundlage dafür sei ein britischer Unterhaltstitel aus dem Jahr 2018, den sie damit geltend machen wollte. Ihr Anwalt Michael Scheele sagte „Bunte“: „Wir haben kurzfristig vom Engagement Boris Beckers beim Wohnmobilpark erfahren – und dann schnell reagiert. Das Gericht in Königswinter hat sofort gehandelt. Wir werden weiterhin für unsere Mandantin bei Boris Becker vollstrecken – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien.“ Hintergrund sei die finanzielle Absicherung für den gemeinsamen Sohn Amadeus, der bei seiner Mutter in Düsseldorf lebt.
Lehnte Lilly Becker 8.000 Euro Unterhalt ab?
Boris Becker und sein Anwalt scheinen das gänzlich anders zu sehen. So teilte sein Medienanwalt Christian-Oliver Moser der „Bild“ mit, dass diese Vollstreckung aus ihrer Sicht unverhältnismäßig sei. Becker sehe sich laut Moser „mit der Vollstreckung aus einem Beschluss eines englischen Familiengerichts aus 2018 konfrontiert, obwohl er bereits seit Jahren erhebliche Zahlungen für seinen Sohn Amadeus geleistet hat und darüber hinaus seit August 2025 freiwillig monatlich rund 6.500 Euro an Unterhalt (inklusive Schulgeld und Schultransport) zahlte.“
