Parkfalle auf Nordseeinsel

Drei Minuten falsch geparkt: Mann bekommt Riesenknöllchen

Aktualisiert am 08.09.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Strand auf Sylt (Symbolbild): Ein Mann hat auf der Nordseeinsel einen 145-Euro-Strafzettel bekommen. (Quelle: IMAGO/Swen Pförtner/imago)

Keine fünf Minuten stellt ein Mann sein Auto auf einer Rasenfläche auf Sylt ab. Wenig später bekommt der Bootsmann eine Rechnung, die sich gewaschen hat.

Parkplatz-Ärger auf Sylt: Wie mehrere Medien berichten, ist ein Mann für kurzes Falschparken auf der Nordseeinsel in diesem Sommer schwer abgestraft worden. Ein Sylter wurde demnach für drei Minuten Falschparken mit 145 Euro Buße belegt.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, kam diese Summe durch einen Parktrick zustande. Der Bootsmann berichtete der Zeitung, er habe nur kurz Fahrräder reservieren wollen – und habe dafür mit seinem Dacia auf einer kleinen Wiese gehalten.

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Die Parkfläche habe „total einladend“ gewirkt. Der 62-Jährige erklärte: „Es gibt keine Kette, keine Absperrung, keine Blumenkübel. Nichts, was darauf hinweist, dass man dort nicht kurz halten darf.“ Nach drei Minuten sei er mit seinem Auto wieder weg gewesen.

Er resümierte: „Die drei Minuten Parken waren leider ein richtig teurer Fehler.“ Wenig später habe er Post erhalten – und die Forderung nach 145 Euro Strafe.

„Einfach eine gnadenlose Geschäftsidee“

Möglich ist dieses Vorgehen durch ein kleines DIN-A4-Blatt, das in einem angrenzenden Laden aufgehängt ist. Dort wird erklärt, wie Verstöße auf dem Privatparkplatz geahndet werden. Wie eine Sprecherin des ADAC „Bild“ erklärte, ist diese Masche eventuell gar nicht zulässig.

Der Zettel war zum „Tatzeitpunkt“ wohl von einem Kleiderständer verdeckt. Die Sprecherin sagt: „Wenn die Hinweise nicht gut zu sehen sind, dann ist ein Widerspruch sicherlich erfolgreich.“

Trotzdem: Der Bootsmann zeigte sich gemäß Berichten des Nachrichtenportals „shz.de“ über das Vorgehen sehr erbost. Der Mann sagte: „Das ist einfach eine gnadenlose Geschäftsidee.“ Er überlege sogar, Anzeige zu erstatten.

Schon jetzt scheint die Aktion Konsequenzen zu haben: Wie „Bild“ schreibt, wurde das A4-Blatt inzwischen entfernt. Für Vergehen auf dem Privatparkplatz sollen demnach keine Strafen mehr ausgestellt werden.

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