
Kurz hintereinander
Zwei 18-Jährige sterben an Silvester – die Hintergründe
Aktualisiert am 01.01.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 2 Min.
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Kurz hintereinander fliegen in Bielefeld zwei selbst gebastelte Sprengsätze in die Luft – mit fatalen Konsequenzen. Zwei junge Erwachsene überleben den Jahreswechsel nicht.
Bei den Feierlichkeiten zu Silvester in Deutschland sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden 18 Jahre alten Männer starben in kurzem zeitlichem Abstand unabhängig voneinander in Bielefeld, wie die Polizei in der Neujahrsnacht mitteilte.
Der erste tödliche Vorfall ereignete sich gegen 23.30 Uhr auf einem Spielplatz, wie ein Polizeisprecher t-online bestätigte. Details zum Hergang nannte er nicht. Laut „Bild“-Zeitung und „Neue Westfälische“ hatte der 18-Jährige einen selbst gebauten Sprengsatz in ein Rohr gesteckt und angezündet. Das Rohr soll daraufhin umgefallen sein – und der Sprengsatz explodierte offenbar direkt vor dem Gesicht des jungen Mannes.
Alarmierte Rettungskräfte versuchten noch, den Mann zu reanimieren – erfolglos. Er starb noch auf dem Spielplatz. Notfallseelsorger wurden laut „Neue Westfälische“ alarmiert, um Augenzeugen und Angehörige zu betreuen.
Das zweite Unglück ereignete sich kurz nach Mitternacht an Neujahr: Auch hier berichten Medien von einem selbst gebastelten Böller in einem Rohr. Ein Polizeisprecher machte dazu auf Nachfrage keine Angaben. Auch in diesem Fall soll es Zeugen geben.
Die Polizei teilte mit, in beiden Fällen lägen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Todesermittlungsverfahren seien eingeleitet worden.
Die Silvesternacht in Deutschland hat im ganzen Land zu etlichen Verletzten geführt: In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.
Das Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn meldete 25 Patienten „mit zum Teil schweren Handverletzungen mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand“. Und: „Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat.“ Es wurde mit steigenden Zahlen gerechnet.