Unwettergefahr wächst

Blutgewitter sollen Deutschland treffen


Aktualisiert am 13.04.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Blutregen über Stuttgart (Archivbild): Schauer und Gewitter waschen den Saharastaub aus der Atmosphäre. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago-images-bilder)

Ein Mittelmeertief bringt Regen: Teils donnert und blitzt es, und mit dem Niederschlag fällt Saharastaub auf Deutschland.

Blutroter Himmel – und hartnäckige Schlieren auf parkenden Autos: Zum Wochenstart lenkt ein Mittelmeertief mit Zentrum über Sardinien feuchte und mit Saharastaub angereicherte Luft nach Deutschland.

Im Video | „Saharastaub ist Doping für die Wolken“

Quelle: Glomex

Das Phänomen ist als Blutregen bekannt. „Im Westen von Deutschland sind schon am Montag Schauer und Regen unterwegs – und überall dort, wo es Regen gibt, da wird der Staub ausgewaschen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online auf Anfrage. „Das, was man Blutregen nennt, ist schon im Gang.“

Ab dem späten Montagnachmittag werden auch einzelne Blutgewitter erwartet. Diese werden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wohl vor allem den Südosten Deutschlands treffen. Stürmische Böen mit bis zu 70 km/h sollen die Gewitter begleiten, die laut DWD erst im Laufe der Nacht nachlassen. Am Dienstag wird der Wüstenstaub dann besonders in der Osthälfte vom Regen aus der Atmosphäre gespült, teilt der Wetterdienst wetter.com mit.

Danach wird es laut Jung in Deutschland wieder zusehends frühlingshaft: Ab Dienstagnachmittag kommt das Hoch „Stefan“ aus dem Westen. „Es wird wärmer und wieder schöner“, verspricht Jung.

Am Mittwoch können ihm zufolge besonders im Südwesten wieder Temperaturen von bis zu 20 Grad erreicht werden, Donnerstag und Freitag klettere das Temperaturniveau dort sogar auf bis zu 22 oder 23 Grad. Im Rest der Republik liegen die Höchstwerte zwischen 14 und 20 Grad. „Der Frühling feiert also rasch sein Comeback“, meint Jung.

Auch das kommende Wochenende soll recht warm werden, allerdings kann es auch wieder einige Schauer und Gewitter geben. Der DWD kündigt für Samstag „gebietsweise geringe Gefahr einzelner Gewitter mit lokalem Starkregen“ an, am Sonntag wachse die Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit Starkregen. Ab Sonntagabend seien in der Nordhälfte auch Unwetter mit mehrstündigem Starkregen nicht ausgeschlossen.

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