Bisse erkennen und richtig behandeln
Grasmilben-Ausschlag: Winzige Tiere sorgen für extremen Juckreiz
Aktualisiert am 15.08.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 4 Min.
Larven der Grasmilbe: Ihr Biss kann Quaddeln hervorrufen sowie wochenlang Juckreiz auslösen. Wie Sie erkennen, ob die Plagegeister in Ihrem Garten lauern.
Sie sind klein und unscheinbar, aber die Bisse haben es in sich: Grasmilben, auch Herbstmilben (Neotrombicula autumnalis), Herbstgrasmilben oder Erntemilben genannt, gehören zu den Spinnentieren, leben im Boden und legen ihre Eier im Gras ab.
Im Sommer schlüpfen die Milbenlarven, die auf der Suche nach eiweißreicher Nahrung sind und Mensch und Tier beißen.
Bisse der Grasmilbe
Die Larven besiedeln die Spitzen von Grashalmen und befallen zum Beispiel die Füße von Menschen, die barfuß oder nur mit Sandalen bekleidet durchs Gras streifen. Sie wandern oft an den Beinen hoch und beißen sich an einer geeigneten Stelle fest.
Die Grasmilbenlarven bevorzugen dünnhäutige, aber auch feuchtwarme Körperstellen wie Knöchel, Unterschenkel, Bauchnabel, Kniekehlen oder Achselhöhlen. Sie stechen nicht zu, sondern beißen ihre Opfer.
Mit ihren sichelförmigen Mundwerkzeugen dringen die Tierchen in die Haut ein und sondern ein Sekret in die Wunde ab, das die oberste Zellschicht der Haut aufweicht. Anschließend saugen sie einige Stunden lang Zellsäfte und Lymphe, vereinzelt sogar Blut, und verlassen dann den Körper wieder.
Grasmilben befallen auch Hunde, Katzen und Pferde
Auch Hunde, Katzen und Pferde leiden unter den Parasiten. Dabei kann es vorkommen, dass sich die Milben im Fell in kleinen Nestern sammeln. Beliebte Stellen beim Hund sind die Zwischenräume der Pfoten, Schenkelbeugen, Bauch und Brust sowie der Augen- und Nasenbereich.
Katzen werden bevorzugt an den Innenseiten der Ohren oder an der Schwanzspitze attackiert, Pferde besonders am Kopf von den Grasmilbenlarven besiedelt.
Den Befall erkennen Sie daran, dass sich das Tier häufig kratzt oder betroffene Stellen ableckt. Im Fell sind eventuell winzige orange-gelbe Punkte zu erkennen. Hundehalter können den Bauch und die Beine des Tieres nach einem Spaziergang mit Wasser abwaschen und so die Larven abspülen.
Oft bemerken Halter den Befall gar nicht, da die Grasmilben ihre Wirte nach dem Biss wieder verlassen. Gegen den Juckreiz bei Hunden, Katzen oder Pferden wirken entzündungshemmende Salben, die der Tierarzt verschreibt. Eine Übertragung der Larven von den Tieren auf den Menschen ist nicht zu befürchten.
