
Krebserkrankung
Sterberisiko hängt womöglich auch von dieser Gewohnheit ab
17.02.2026 – 17:06 UhrLesedauer: 3 Min.
Können Menschen mit Krebs selbst etwas tun, um länger zu leben? Eine Studie liefert neue Hinweise darauf, dass das möglich sein könnte – und wie.
Ob und wie schnell Krebs zum Tod führt, hängt nicht allein von der Art und Aggressivität des Tumors und dem Behandlungserfolg ab. Auch andere Faktoren bestimmen die Überlebenschancen. Manche von ihnen haben Betroffene selbst in der Hand, beispielsweise das Maß ihrer körperlichen Aktivität: Regelmäßige Bewegung nach einer Krebsdiagnose ist mit einem geringeren Sterberisiko verbunden.
Diesen Zusammenhang belegen bereits zahlreiche Studien, allerdings vor allem für häufig diagnostizierte Krebsarten wie Brust-, Darm- und Prostatakrebs. Nun hat ein Forschungsteam untersucht, wie es bei weniger verbreiteten Krebsarten aussieht. Die Ergebnisse bieten Anlass für vorsichtigen Optimismus.
Die Wissenschaftler griffen auf Daten aus sechs großen Langzeitstudien zurück, die teils schon über Jahrzehnte laufen. Wer an ihnen teilnimmt, muss regelmäßig Fragebögen zu den eigenen Bewegungsgewohnheiten und dem sonstigen Lebensstil sowie zur eigenen Gesundheit ausfüllen. Auch Erkrankungen wie Krebs werden dabei erfasst.
Aus diesen großen Datensätzen wählte das Team Informationen über diejenigen Teilnehmer aus, die an bestimmten Krebsarten erkrankt waren, unter anderem Blasen-, Gebärmutterkörper-, Lungen- und Eierstock-, Mundhöhlen- und Enddarmkrebs. Von diesen mehr als 17.000 Personen wollten die Forscher vor allem zwei Dinge wissen:
Die Analyse ergab: Von den körperlich Aktiveren starben deutlich weniger an ihrer Krebserkrankung als von den Inaktiven. Bei ihnen war schon ein relativ geringes Maß an Bewegung offenbar mit einem günstigeren Verlauf verbunden. Und selbst Personen, die vor ihrer Krebsdiagnose wenig aktiv waren, schienen zu profitieren, wenn sie sich danach ausreichend bewegten. Bei Mundhöhlen- und Enddarmkrebs zeigten sich mögliche Vorteile vor allem bei höheren Aktivitätsniveaus.
Insgesamt sprächen die Ergebnisse dafür, dass Gesundheitsfachkräfte körperliche Aktivität während und nach einer Krebserkrankung fördern sollten, lautet das Fazit der Forscher. Ihnen geht es dabei vor allem um die Verminderung des Sterberisikos, also die Überlebenschancen der Erkrankten. Diesen kann die Bewegung aber noch in anderer Hinsicht zugutekommen. Laut dem Krebsinformationsdienst helfe regelmäßige Aktivität dabei:
Wie viel und welche Art von Bewegung bei Krebs förderlich ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Nach Ansicht von Fachleuten sollte die Aktivität an die persönliche Situation und Belastbarkeit angepasst sein. Grundsätzlich ist es sinnvoll, auf Regelmäßigkeit zu achten und sowohl die Kraft als auch die Ausdauer zu trainieren. Zu Letzterem können aber auch schon alltägliche Aktivitäten wie Spazierengehen beitragen. Betroffene sollten sich zu ihrem Trainingsprogramm ärztlich beraten lassen.