Mercedes-AMG mit 720 PS

Betrunken 19-Jährige totgerast: Gericht spricht Mordurteil

Aktualisiert am 07.05.2026 – 13:51 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Windschutzscheibe des Tatautos: Der 25-jährige Mann wurde wegen Mordes verurteilt. (Quelle: David Young/dpa)

Ein 25-Jähriger verliert die Kontrolle über seinen Wagen – und rast eine junge Frau tot. Im Prozess weist der Mann den Mordvorwurf zurück. Doch das Gericht entscheidet anders.

Der Raser von Remscheid ist in Wuppertal wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das dortige Landgericht sprach den 25-jährigen Unfallfahrer am Donnerstag schuldig. Der Deutsche hatte mit einem mehr als 700 PS starken Sportwagen zwei Frauen erfasst, von denen eine starb.

Die Staatsanwaltschaft erklärte im Schlussplädoyer, dass der 25-Jährige den Tod von Menschen in Kauf genommen habe, als er mit dem Wagen Vollgas gegeben hatte. Laut Staatsanwaltschaft wollte der junge Mann dabei mit dem Wagen angeben. Der Staatsanwalt erklärte im Prozess über den Täter: „Er war eine Zeitbombe.“

Die beiden jungen Frauen waren am 30. April vergangenen Jahres in Remscheid von dem Boliden mit dem betrunkenen 25-Jährigen am Steuer erfasst und durch die Luft geschleudert worden. Der Wagen war beim Anfahren ausgebrochen und auf den Bürgersteig geraten. Eine 19-Jährige starb, ihre Freundin überlebte schwer verletzt. Zum Unfallzeitpunkt soll die PS-Zahl des Sportwagens über 720 gelegen haben.

Technische Mängel an dem Fahrzeug hatten Sachverständige im Prozess nicht festgestellt. Zu dem Unfall kam es wohl beim Anfahren: Der Wagen soll ausgebrochen und auf den Bürgersteig geraten sein. Dort erfasste er die beiden jungen Frauen.

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