Fake Shops

Warnung vor falschen Mediamarkt-Schnäppchen


26.10.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Smartphone mit Mediamarkt-Logo (Symbolbild): Verbraucherschützer warnen derzeit vor Fake Shops, die den Namen des deutschen Elektronikhändlers nutzen. (Quelle: IMAGO / Lobeca)

Zu günstig, um wahr zu sein. Betrüger werben mit attraktiven Angeboten um Kunden. Die bestellte Ware kommt allerdings niemals an.

Die Playstation 5 kostet 200 Euro weniger als bei der Konkurrenz, auf den OLED-Fernseher gibt es gar einen Rabatt von 600 Euro: Zahlreiche Webseiten, die vermeintlich zum Elektronikriesen Mediamarkt gehören, werben momentan mit teils deutlichen Preisreduzierungen.

Doch die vorgeblich attraktiven Angebote stammen nicht von dem deutschen Elektronikhändler, sondern von Betrügern. Darauf weist das österreichische Verbraucherportal „Watchlist Internet“ hin. Kriminelle nutzen den bekannten Namen von Mediamarkt, um Kunden in sogenannten Fake Shops um ihr Geld zu bringen.

Bezahlung nur gegen Vorkasse

Hierbei bauen Kriminelle Onlineshops nach, die optisch stark an den Auftritt von Mediamarkt erinnern. Zudem wählen sie eine Domain, die der offiziellen Mediamarkt-Domain stark ähnelt. Als aktuelle Beispiele nennt „Watchlist Internet“ mediamarkt-gg.com und medymarkt.live.

Angesichts der in den Fake Shops sehr niedrigen Preise werfen viele Kunden ihre Vorsicht über Bord. Hellhörig werden sollten sie aber spätestens, wenn es ans Bezahlen geht. Denn hier bieten die Fake Shops ausnahmslos eine Bezahlung gegen Vorkasse an. Eine Bezahlung über Kreditkarte oder Paypal sei in der Regel „derzeit nicht verfügbar“, ein Kauf auf Rechnung indes für „Neukunden nicht verfügbar“.

Worauf Verbraucher achten sollten

Insgesamt nennt „Watchlist Internet“ vier wichtige Hinweise, die auf Fake Shops hindeuten und von Kunden besonders beachtet werden sollten:

  • Beachten Sie die Domain. Diese klingt meist ähnlich wie das Original, unterscheidet sich aber leicht von der echten Adresse.
  • Die falsche Domain ist zumeist sehr jung, also erst vor wenigen Monaten registriert worden. Das Alter einer Domain lässt sich leicht im Internet auf Seiten wie 2ip.io/domain-age nachprüfen.
  • Die Preise für die angebotenen Waren liegen deutlich unter dem marktüblichen Preis.
  • Als Zahlungsmöglichkeit wird lediglich Vorauszahlung angeboten.

10.000 Beschwerden im Jahr

Kunden solcher Fake Shops warten vergeblich auf die von ihnen bestellte und bezahlte Ware. Eine Erfahrung, die schon zahlreiche Menschen in Deutschland machen mussten. Bei den Verbraucherzentralen gingen im vergangenen Jahr rund 10.000 Beschwerden im Zusammenhang mit Fake Shops ein. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband ist das aber nur die „Spitze des Eisbergs“. Die Verbraucherschützer raten dazu, vor einer Bestellung zu prüfen, ob ein Anbieter seriös ist (www.fakeshopfinder.de).

Kommt es zu einem Betrug, sollte man Beweise wie die Bestellbestätigung und andere E-Mails sichern, Screenshots machen und den Fall bei der Polizei anzeigen. Bei der Bank sollte man zudem versuchen, die Zahlung rückgängig zu machen.

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