Neue Betrugsmasche

Verbraucherschützer warnen vor falschen Verbraucherschützern


13.06.2026 – 12:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Schild einer Verbraucherzentrale: Betrüger machen sich derzeit den guten Ruf der Verbraucherschützer zunutze. (Quelle: IMAGO/Elke Münzel/imago)

Betrüger lassen sich immer neue Methoden einfallen, um an die Daten ihrer Opfer zu gelangen. Nun warnen mehrere Verbraucherzentralen vor falschen „Kollegen“.

Verbraucherschützer genießen bei vielen Menschen ein hohes Ansehen. Genau diesen Umstand machen sich aber auch Betrüger zunutze, indem sie sich als Mitarbeiter der Verbraucherzentralen ausgeben. Mehrere Verbraucherzentralen weisen derzeit auf eine neue Masche hin, mit der Betrüger versuchen, an die Daten ihrer Opfer zu gelangen.

In einem ersten Schritt klingelt das Telefon: Am anderen Ende der Leitung meldet sich ein angeblicher Mitarbeiter einer Verbraucherzentrale, der seine Hilfe anbietet. Um diese Hilfe zu bekommen, werden die Angerufenen auf eine gefälschte Internetseite verwiesen. Diese ähnelt im Design stark der tatsächlichen Webseite der Verbraucherzentralen – Logo inklusive. Wer jedoch genau hinschaut, findet einige Auffälligkeiten. So fehlen beispielsweise ein Impressum oder Informationen zu den Beratungsangeboten.

Betrüger wollen Daten

Auf dieser Seite sollen die Angerufenen dann verschiedene Daten eingeben, unter anderem Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Auf diese Weise greifen die Betrüger die Daten ihrer Opfer ab.

Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass sie Verbraucher nicht unaufgefordert anrufen, um ihnen Hilfe oder eine Beratung anzubieten. Auch gebe es keine Aufforderungen, persönliche Daten auf einer Webseite einzugeben.

Angerufene sollten im besten Fall direkt auflegen, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Im Zweifelsfall hilft auch eine Nachfrage bei der Verbraucherzentrale vor Ort.

Vorsicht bei weiteren Mails und Anrufen

Wer bereits Daten auf der falschen Webseite eingegeben hat, sollte vorsichtig bei zukünftigen Mails und Anrufen sein, mithilfe derer die Täter an weitere Daten oder Geld kommen wollen.

Wenn Bankdaten abgegriffen wurden, sollten Betroffene regelmäßig ihr Konto prüfen und sich bei unbekannten Abbuchungen direkt an ihre Bank wenden.

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