
Betonmauer stürzt auf Gleise
Erneut schweres Zugunglück in Spanien
Aktualisiert am 21.01.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 2 Min.
In Spanien ist es wenige Tage nach dem Frontalzusammenstoß zweier Züge erneut zu einem Bahn-Unglück gekommen. Der Vorfall soll sich in der Region Barcelona ereignet haben.
In Spanien ist es erneut zu einem schweren Zugunglück gekommen. Dabei soll es mindestens einen Toten und mindestens 15 Verletzte gegeben haben. Wie spanische Medien berichten, ereignete sich der Unfall in der Nähe von Gelida, in der Region Barcelona. Offenbar war eine Stützwand aus Beton eingestürzt und auf die Gleise gefallen. Bei dem Toten soll es sich um den Zugführer handeln.
Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen. 20 Krankenwagen und Dutzende Sanitäter sowie Helfer seien an der Unglücksstelle im Einsatz, teilte der Zivilschutz Kataloniens auf X mit.
Rettungskräfte versuchten, den Zug sowie die Reste der eingestürzten Mauer zu stabilisieren, um diese vor einem weiteren Abrutschen zu bewahren. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, sich dem Unfallort nicht zu nähern. Heftige Regenfälle hatten die katalanische Region in den vergangenen Tagen erfasst.
Bei dem entgleisten Zug handele es sich um einen Pendlerzug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies, erklärte der Sprecher der Feuerwehr der nordöstlichen Region Katalonien, Claudi Gallardo, am Dienstagabend. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer von Barcelona entfernt.
Bei dem Unglück starben mindestens 42 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt. Es handelt sich um eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte Spaniens.