Glücksspiel oder Stromtarif

Ärger über verbotene Werbeanrufe wird noch größer

Aktualisiert am 13.07.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Mann hält ein Festnetz-Telefon, auf dem ein anonymer Anruf eingeht (gestellte Szene): Manchmal klingelt das Telefon und jemand von einer Werbehotline ist dran – das geht vielen Menschen auf die Nerven. (Quelle: Wolf von Dewitz/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)

Unerwünschte Werbeanrufe bleiben ein Massenärgernis. Besonders häufig geht es dabei um ein bestimmtes Thema – und die Behörden greifen härter durch.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher beschweren sich über verbotene Werbeanrufe. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage mitteilte, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 21.552 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung ein und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ganzen Jahren 2024 und 2025 waren die Beschwerden um sechs beziehungsweise acht Prozent gestiegen.

Die Beschwerden betrafen den Angaben zufolge meist Anrufe wegen Gewinnspielen (knapp 30 Prozent). Darauf folgten Anrufe zu Dienstleistungen wie etwa Handwerkertätigkeiten sowie Werbung für Energieversorger, also etwa für Strom- und Gastarife.

Telefonwerbung ist in Deutschland nur erlaubt, wenn der Angerufene vorher seine Zustimmung erteilt. Firmen, die unerlaubte Telefonwerbung mit „Cold Calls“ praktizieren, drohen Bußgelder, die im schlimmsten Fall 300.000 Euro betragen können. Im vergangenen Jahr verhängte die Bundesnetzagentur Bußgelder über insgesamt 1,1 Millionen Euro und damit 0,3 Millionen mehr als 2024.

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