
TK-Stressreport 2025
Berliner und Brandenburger fühlen sich am meisten gestresst
26.11.2025 – 12:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Nirgends in Deutschland sind die Menschen so belastet wie in der Hauptstadtregion. Die meisten Befragten rechnen damit, dass ihr Leben künftig noch stressiger wird.
Menschen in Berlin und Brandenburg sind besonders gestresst. 78 Prozent der Erwachsenen in der Hauptstadtregion gaben an, häufig oder manchmal unter Stress zu leiden. Das geht aus einer Forsa-Umfrage für den Stressreport 2025 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Die Hauptstadtregion belegt damit im bundesweiten Vergleich den ersten Platz der Stress-Statistik. In Norddeutschland, der am wenigsten belasteten Region, berichten nur 58 Prozent der Befragten von Stressgefühlen.
Viele Menschen in Berlin und Brandenburg blicken zudem pessimistisch in die Zukunft: 65 Prozent befürchten, dass ihr Leben künftig noch stressiger werde.
Als Hauptgründe für ihren Stress nannten mehr als die Hälfte der Befragten hohe Ansprüche an sich selbst, Belastungen durch Schule, Studium oder Beruf sowie politische und gesellschaftliche Probleme.
Die Folgen zeigen sich laut Studie deutlich: Über die Hälfte der Menschen in Berlin und Brandenburg klagen über Rückenschmerzen und Muskelverspannungen. 42 Prozent haben Schlafprobleme und 28 Prozent kämpfen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck.
Bundesweit unterscheiden sich Altersgruppen und Geschlechter erheblich. Acht von zehn Personen unter 60 Jahren fühlen sich häufig oder manchmal gestresst. Bei den über 60-Jährigen ist es nur etwa die Hälfte. Frauen (71 Prozent) berichten häufiger von Stress als Männer (60 Prozent).
Zur Stressbewältigung suchen 77 Prozent der Befragten in Berlin und Brandenburg Erholung bei Spaziergängen oder in der Natur. 76 Prozent treffen Freunde oder Familie und 74 Prozent widmen sich einem Hobby.