Einsatz in Berlin

Razzia nach Anschlag auf Stromnetz

Von t-online, afp, dpa, maw

Aktualisiert am 24.03.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Polizei durchsuchte unter anderem ein Gebäude in Berlin-Wedding. Die Razzia steht im Zusammenhang mit dem Anschlag aufs Stromnetz. (Quelle: Sven Käuler)

In der Hauptstadt durchsucht die Berliner Polizei am Dienstagmorgen mehrere Orte. Der Einsatz hängt mit dem Anschlag auf das Stromnetz im September zusammen.

Die Berliner Polizei hat am Dienstagmorgen Razzien gegen Verdächtige im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf einen Strommast im September vergangenen Jahres durchgeführt. Wie die dpa aus Polizeikreisen erfuhr, wurden dabei Wohnungen und andere Räume an etwa einem Dutzend Orten in Berlin und weiteren Bundesländern durchsucht. Zuvor hatte die „B.Z.“ über die Durchsuchungen berichtet.

Laut der „B.Z.“ werden zum einen in Kreuzberg Räume in der „Anarchistischen Bibliothek“ in der Reichenberger Straße durchsucht. Außerdem sollen in der Schererstraße in Wedding derzeit Maßnahmen stattfinden.

Im September 2025 hatten zwei 110-Kilovolt-Hochspannungsmasten am Königsheideweg gebrannt. Tausende Haushalte im Südosten Berlins waren ohne Strom. Auf der linksradikalen Internetplattform Indymedia erschien ein Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf die Strommasten. Die Verfasser bezeichneten den Technologiepark Adlershof als eigentliches Ziel ihrer Aktion.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit, das Landeskriminalamt Berlin habe die Durchsuchungsbeschlüsse nach monatelangen Ermittlungen erwirkt. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ richtet sich der Einsatz gegen eine anarchistische Gruppe.

Die GdP betonte, die Sicherheitsbehörden würden die Protagonisten des harten Kerns der Szene kennen. Es sei nach wie vor extrem schwer, Verdächtigen Brandanschläge wie den in Johannisthal oder Zehlendorf nachzuweisen.

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